Schönheit des Verfalls
Eine immersive Bilderwelt mit Live-Jazz im Visiodrom
FOTO: Heinrich Brinkmöller-Becker, Noah Katzmarek (Bild von Mathias Haus)
Ein verwitterter Jaguar unter umgestürzten Bäumen, Moos auf einem Rolls-Royce, Rost statt Chrom: Die Veranstaltung „AutoSkulpturen – Charme des Verfalls“ führt an einen der ungewöhnlichsten Lost Places der Region. Medienkünstler Heinrich Brinkmöller-Becker hat seine Fotografien von der inszenierten Outdoor-Show mit Automobil-Ikonen zu einer immersiven Bilderwelt verdichtet und zeigt diese in den gigantischen Projektionsflächen des Visiodroms – Gaskessel Wuppertal. Live begleitet wird die Projektion vom Vibraphonisten Mathias Haus .
Im Autoskulpturenpark Neandertal sind seit mehr als 25 Jahren historische Automobile bewusst Wind, Wetter und Vegetation ausgesetzt. Rund 50 Fahrzeuge aus dem Jahr 1950 stehen dort – von der Ente bis zum Rolls-Royce. Was einmal automobile Design- und Prestigeobjekte waren, wird zunehmend von der Natur zurückerobert.
Abblätternder Lack und Rost treffen auf Laub, Moos, Gezweig und umgestürzte Bäume. Die charakteristischen Formen der Designikonen bleiben sichtbar, ihre Oberflächen aber verändern sich Jahr für Jahr. Gerade daraus entsteht die eigentümliche Ästhetik des Ortes: ein Vanitas-Motiv zwischen Schönheit und Vergänglichkeit, Melancholie und Poesie.
Zu den Bildwelten gibt es live Musik von Mathias Haus . Haus zählt zu den profilierten Jazz-Vibraphonisten Deutschlands. Der in Wuppertal lebende Musiker studierte bei Vibraphon-Legende Gary Burton in Boston, war Gastsolist der Bigbands von WDR, NDR, SWR und HR und arbeitete mit internationalen Jazzgrößen wie Carla Bley und Steve Swallow. Der vielfach ausgezeichnete Musiker – unter anderem Träger des Gary Burton Award und des Jazzpott – lehrt seit vielen Jahren an der Hochschule für Musik und Tanz Köln am Standort Wuppertal.
Bei „AutoSkulpturen“ tritt seine eigens für die Show komponierte Musik mit Live-Performances an Vibraphon, Marimba und Keyboard in einen unmittelbaren Dialog mit den Bildern: Die suggestive Wirkung der verwitterten Automobile, ihrer Oberflächen und der sie zurückerobernden Natur erhält eine zweite, musikalische Ebene. Projektion und Live-Musik verschmelzen zu einem Abend über Design, Natur, Erinnerung und die Ästhetik des Vergänglichen.
Freitag, 25. September 2026, 20.00 Uhr
Visiodrom – Gaskessel Wuppertal, Mohrenstraße 3, 42289 Wuppertal
Tickets unter https://www.wuppertal-live.de/629042



