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Vom Unterricht auf die Bühne

Interview mit der Jazzpianistin und Pädaogin Louisa Kimmel

Soest, 03.02.2026
TEXT: Stefan Pieper | FOTO: Bildquelle: Website Musikschule Soest

Bei der Soester Jazznacht am 7. Februar tauscht die kanadisch-deutsche Pianistin Louisa Kimmel die Bühne gegen den Backstage-Bereich – und überlässt das Scheinwerferlicht ihren Schülerinnen und Schülern. Beim „Piano Meeting" präsentieren sie Swing, Bossa und Blues im vierhändigen Klavierspiel. Im Interview erzählt die Gründerin des Soester Jazz-Ensembles, wie sie ihre jungen Musiker:innen auf den großen Abend vorbereitet, warum das Zusammenspiel am Klavier besondere Herausforderungen birgt – und weshalb sie selbst ein bisschen nervös wird, obwohl sie gar nicht spielt.

Louisa, bei der Soester Jazznacht bist du in diesem Jahr nicht selbst als Musikerin auf der Bühne zu sehen. Welche Rolle nimmst du stattdessen ein?

Genau, ich spiele selbst nicht mit. Auf der Bühne stehen ausschließlich meine Schülerinnen und Schüler. Meine Rolle ist die der Begleiterin, und Coachin im Hintergrund. Ich unterstütze sie bei den Vorbereitungen und freue mich sehr, dass sie diese Gelegenheit haben, bei der Soester Jazznacht dabei zu sein.

Was bedeutet es dir, dass deine Schülerinnen und Schüler diesen Auftritt übernehmen?

Das bedeutet mir viel. Sie sind engagiert und hochmotiviert. Es ist für mich sehr befriedigend, zu sehen, wie sie Verantwortung für ihren eigenen Auftritt übernehmen und sich dem Publikum präsentieren.

Wie bereitest du sie auf einen so besonderen Abend vor?

Beim „Piano Meeting" spielen die Schüler:innen vierhändig, d. h. sie begleiten einander am Klavier. Zunächst müssen sie ihren eigenen Part beherrschen. Bei den gemeinsamen Proben arbeiten wir anschließend an Zusammenspiel und Improvisation.

Welche musikalische Richtung schlagen deine Schüler:innen bei der Jazznacht ein?

Eigentlich nur das Übliche: Swing, Bossa, Blues u.s.w.

Wie erlebst du den Abend persönlich, wenn du nicht selbst spielst?

Die jungen Leute bei ihrem Auftritt zu unterstützen, ist für mich genauso wichtig wie ein eigenes Konzert. Ich bekomme sogar ein bisschen Lampenfieber. Wenn dann alles gut läuft, freue ich mich riesig.

Was wünschst du dir für den Auftritt deiner Schülerinnen und Schüler bei der Soester Jazz Nacht?

Eigentlich wünsche ich mir nur, dass sie gut spielen und dabei Spaß haben.

Zum Abschluss noch eine persönliche Frage: Wo kann man dich selbst als Musikerin demnächst hören?

Mich kann man als Nächstes mit dem Soester Jazz Trio am 20. Februar im Hürther Jazzkeller hören. Ich freue mich sehr auf dieses Konzert und darauf, dort live mit dem Trio auf der Bühne zu stehen.

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