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Swinging Sonnets

Caroll Vanwelden Trio begeisterte bei FineArtJazz

Gelsenkirchen, 24.02.2026
TEXT: Christoph Giese | FOTO: Harald Degener

Ein Projekt eines iranischen Komponisten, der klassische Musik auf Shakespeare setzen wollte und an dem Caroll Vanwelden teilnahm, war der Beginn der Beschäftigung der belgischen Pianistin und Komponistin mit den Texten des großen englischen Dichters aus dem 16. Jahrhundert. Das Projekt wurde letztendlich zwar doch nicht realisiert, aber das Interesse an Shakespeare war geweckt. Jahre später begann Vanwelden damit Sonetten des großen Dichters zu vertonen.

Drei Alben hat die sympathische Belgierin inzwischen dem Thema Shakespeare gewidmet. Aus allen drei Werken spielt sie in der Glashalle von Schloss Horst, das übrigens –welch eine Verbindung- zu Lebzeiten Shakespeares erbaut wurde. Erstmals übrigens in einer für sie und dieses Projekt ganz neuen Besetzung. Ohne Schlagzeug, Trompete oder Bass wie auf den Tonträgern, dafür mit ihren beiden Landsmännern Jean-François Assy (Cello und Elektronik) und Dominique Vantomme (Keyboards & Elektronik).

Worte, die zu Melodien wurden 

Die alten Texte über die Haltung zur Liebe, über Vergänglichkeit, das schlichte Glücklichsein oder auch die Schlaflosigkeit mit moderner Musik zu kombinieren, das fiel Vanwelden nach eigener Aussage gar nicht einmal so schwer. Die Worte Shakespeares haben sie gleich zu Melodien inspiriert. Das alles zu arrangieren, das war schon eine andere, kompliziertere Sache.

Kompliziert klingt die Musik im Schloss Horst allerdings überhaupt nicht. Musik, für die es keine feste Schublade gibt und geben muss. Jazz und modernes Singer-Songwriting, auch mal mit Popappeal oder mit Groove, das alles trifft es stilistisch schon ganz gut. Und alles wird schön ausgekleidet durch klug gesetzte elektronische Bearbeitungen, etwa des gestrichenen Cello-Sounds. Auch die modernen, coolen Keyboard-Akkorde bieten einen schönen Kontrast zur klaren, starken Stimme und dem akustischen Klavierspiel auf dem Konzertflügel von Caroll Vanwelden.

Sie spricht übrigens auch durch mehrere Jahre Lebensmittelpunkt in Heidelberg in der Vergangenheit sehr gut Deutsch und erklärt dem aufmerksam lauschenden Publikum immer auch den Inhalt der Sonetten. Wenn es darum geht nicht länger um einen verstorbenen Menschen nach dessen Tod zu trauern und das als kraftvolle, aber nie traurige Ballade in Töne übersetzt wird, dann versteht man diesen Shakespeare auch ohne Worte. Dank einer Caroll Vanwelden und ihrem Trio, die dem Dichter in Horst großartige musikalische Referenz erwiesen.

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