Bild für Beitrag: Singen, Tanzen, Leben und Tod | Helge Lien Trio & Tore Brunborg auf Burg Vischering
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Singen, Tanzen, Leben und Tod

Helge Lien Trio & Tore Brunborg auf Burg Vischering

Lüdinghausen, 04.03.2026
TEXT: Bernd Zimmermann | FOTO: Matthias Wigger

"In der Musik geht es um Singen, Tanzen, Leben und Tod. Das sind die Dinge, die ich von meinem Lehrer und Mentor gelernt habe, dem unvergleichlichen ukrainischen Pianisten Mikhail (Misha) Alperin." Ihm, der 2018 im Alter von nur 62 Jahren gestorben ist, widmete Helge Lien das Album "Funeral Dance". Jetzt ging das Helge Lien Trio mit Tore Brunberg auf eine ausgedehnte Tournee durch Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das einzige Konzert in NRW fand am 27. Februar auf der Burg Vischering in Lüdinghausen statt.

Es war das erste Konzert, der, von Steffi Pausch kuratierten, Konzertreihe in diesem Jahr. Das Programm: Funeral Dance. "Jedes Mal, wenn ich meinen großartigen Lehrer traf, war ich erfüllt mit Energie und Inspiration". Und genau dieses Statement charakterisiert die Stücke dieses großartigen Jazzalbums, dass die Münsterländer auf Burg Vischering live erleben konnten.

Wenn das Ganze Viel mehr ist als die Summe der einzelnen Teile ist

Dieses Quartett mit den herausragenden Akteuren Johannes Eick am Bass, Knut Aalefjær Drums, Helge Lien am Piano und Tore Brunborg am Saxophon zeigte einmal mehr, dass das Ganze trotz der Genialität jedes Einzelnen doch noch viel mehr sein kann als die Summe der einzelnen Teile. Sie begeisterten nicht nur durch gefühlvolle Soli, sondern vor allem durch iher harmonisches Zusammenspiel.

Diese Musik ist eine persönliche, lyrische Form des zeitgenössischen Jazz: kraftvoll, verwurzelt in der klassischen Klaviertrio-Tradition, doch erweitert durch feinfühlige Harmonien, subtile Rhythmen und eine tiefe emotionale Ausdruckskraft, vor allem dann, wenn Tore Brunborgs Saxophonspiel eine weitere klangliche Dimension hinzufügte. Jede Stimme war gleichwertig, reagierte und interagierte feinfühlig und in höchster Perfektion auf die anderen und brachte sich so in die sensiblen musikalischen Dialoge ein. Diese Form des Zusammenspiels verlieh vor allem ihren Improvisationen eine ungeheure erzählerische Qualität, die sowohl gesanglich-melodisch als auch spannungsreich-textural wirkte, oft mit Anklängen an nordische Klanglandschaften.

So kreierten füllten sie den Raum mit Klängen, die dem Publikum immer wieder Gelegenheiten boten die eigenen Gedanken schweifen zu lassen, um im nächsten Augenblick sanft durch eine verblüffende Virtuosität ins Hier und Jetzt zurückgeholt zu werden.

Die nächsten Termine auf Burg Vischering:

22.03. | Robin McKelle
17.04. | Philippe Lemm Trio

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