Bild für Beitrag: jazzahead 2026 | Ein erstes Fazit

jazzahead 2026

Ein erstes Fazit

Bremen, 29.04.2026
TEXT: Christoph Giese | FOTO: Bildquelle: website jazzahead

Der Deutsche Jazzpreis ist zurück bei der jazzahead! in Bremen. Das Partnerland der kommenden jazzahead! sind gar drei Länder: Litauen, Lettland und Estland – das Baltikum. Welche Nachricht ist interessanter? Vielleicht die zweite. Die Deutsche Jazzpreis-Veranstaltung dauerte wieder einmal ziemlich lange. Pianistin Aki Takase bekam in Abwesenheit wegen Krankheit den Preis für ihr Lebenswerk verliehen, und zur nationalen Künstler:in des Jahres wurde die in Köln lebende, deutsch-amerikanische Sängerin und Songschreiberin Rebekka Salomea gekürt. Viele weitere Preise wurden natürlich vergeben. Und parallel fanden weiterhin die abendlichen Showcases statt. Was nicht jeden, der dort auftrat, glücklich machte, wollte man sich doch vor möglichst vielen Veranstaltern und Bookern mit seiner Musik präsentieren, von denen viele aber die Jazzpreis-Verleihungen vorzogen. Das sollte die jazzahead! im nächsten Jahr vielleicht ein wenig anders handhaben. Erstmals gab es zwei Clubnächte und sogar Bremerhaven war dieses Mal dabei. Partnerland 2026 war Schweden. Aber es gab so viel gute Musik zu hören. Etwa das Trio des tunesischen, inzwischen in Brüssel beheimateten Pianisten Wajdi Riahi mit seinem feinen, melodisch verführerischen Modern Jazz, den er geschickt mit seinen nordafrikanischen Wurzeln vermischt. Auch die spanische Clubnacht hatte mit dem Klaviertrio K12 und dem Flamenco-Jazz-Projekt „Nómadas“ der Pianistin Lucía Rey spannende, erfrischende Klänge zu bieten. 

Suche