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"Ihr macht die Stadt schön!"

Die Band SCHMID`S HUHN auf der Cologne Jazzweek

Köln, 13.09.2026
TEXT: Uwe Bräutigam | FOTO: Uwe Bräutigam

Die Band Schmid´s Huhn spielte im Stadtgarten Köln ein beeindruckendes Konzert mit Titeln aus dem neuen Cologne Songbook. Das Konzert gab einen kleinen Einblick in die Vitalität und Kreativität der Kölner Jazz- und Improvisationsszene.

Die Band Schmid`s Huhn, besteht aus den Namensgebern Stefan Karl Schmid , Tenorsaxofon, Leonhard Huhn, Altsaxofon und der Rhythmusgruppe Stefan Schönegg, Kontrabass und Fabian Arends , Schlagzeug. Seit 13 Jahren spielen die Musiker zusammen, die alle auch eigene Bands leiten und mit zu den wichtigen Musikern Kölns zählen.

Vor zwei Jahren hatten sie die Idee, ein Songbook, nach dem Vorbild des American Songbook, für Köln zu erstellen, das die Vielfalt der Kölner Szene festhält und nach unzähligen Emails und Notenblättern, haben sie zusammen mit der Kölner Jazzkonferenz dieses Songbook mit 111 Kompositionen fertig gestellt. Ein echtes Abbild der großartigen Kölnerszene mit ihren unterschiedlichen Facetten. Stefan Karl Schmid , der das Songbook vorstellte war ganz stolz auf dieses Buch. Er sagte, er freue sich, ein Teil dieser großen Kölner Jazzszene zu sein, die ihn auch immer wieder befruchte. Besonders freute er sich über die Vielfalt der Musik, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Hautfarbe, sexueller Orientierung oder Religion. Dies sei besonders nach dem Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt ein wichtiger Punkt: “Ihr macht diese Stadt schön!“

SCHMID´S HUHN MIT MUSIK AUS DEM COLOGNE SONGBOOK

Aus diesem Songbook hatte Schmid`s Huhn sieben Kompositionen für das Konzert auf der Cologne Jazzweek ausgewählt. Begonnen hat das Quartett mit einer Komposition des Trompeters Maik Krahl mit dem Titel “The Magic of Consistency“, der Titelsong seines 2024 erschienen Albums. Fabian Arends  leitete das Stück ein und Leonhard Huhn und Stefan Karl Schmid spielten dann das Motiv des Stückes im Chorus. Der Titel ging nahtlos in eine Komposition von Jonas Engel über, die etwas experimenteller aufgestellt war.

Es folgte eine Komposition von Shannon Barnett mit dem Titel “Bad Luck“, eine dunkle Ballade, die Stefan Karl Schmid etwas umarrangiert hatte. Er war mit dem Stück sehr vertraut, da er ebenso wie Fabian Arends im Shannon Barnett Quartet spielt. Stefan Schönegg führte mit zart gestrichenem Bass in das Stück hinein und mit leisen Saxofonklängen wurde es weitergeführt. Ein Hauch von Gothic wehte durch den Raum. Auch ein Stück von Janning Trumann , dem künstlerischen Leiter der Jazzweek war im Programm, der  ja vor allem Musiker, Posaunist und Komponist ist. Die Band spielte das Titelstück seines letzten Albums “Divide The Zero“. Stefan Karl Schmid spielte auf dem Tenorsaxofon ein langes Posaunensolo von Janning Trumann . “Awakening“ eine Komposition von Hubert Nuss hatte einen ruhigen lyrischen Beginn und nahm dann langsam Fahrt auf. Eine Komposition von Emily Wittbrodt, eine Cellistin, die viele aus der Band HILDE  kennen, war auch auf der Setlist. Bei diesem Stück spielten Stefan und Leonhard Klarinette. Den Abschluss bildete die Komposition “Just Like That“ von Peter Herbolzheimer, dem Bujazzo Gründer. Stefan Karl Schmid gehörte zur letzten Generation im Bujazzo unter Herbolzheimer und hatte das Stück noch mit der Big Band gespielt.

Eine tolle Auswahl an spannenden Stücken, die auch außerhalb ihrer eigentlichen Instrumentierung hervorragend funktionierten. Einige der Stücke waren ja als Trompeten- oder Posaunenstücke Teilen des Publikums bekannt und wurden nun von Schmid`s Huhn neu arrangiert dargeboten. Ein schönes Cologne Songbook Konzert von Schmid`s Huhn. Vier herausragende Musiker, die sich blind verstehen. Die Band hat übrigens auch gerade ein sehr spannendes Album herausgebracht: “Hindemith Abstraction“, unbedingt hörenswert.

www.jazzweek.de

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