Bild für Beitrag: Münsterland Festival meets Burgjazz | Die Musik der Welt auf der Wasserburg
Bild für Beitrag: Münsterland Festival meets Burgjazz | Die Musik der Welt auf der Wasserburg
Bild für Beitrag: Münsterland Festival meets Burgjazz | Die Musik der Welt auf der Wasserburg
Bild für Beitrag: Münsterland Festival meets Burgjazz | Die Musik der Welt auf der Wasserburg

Münsterland Festival meets Burgjazz

Die Musik der Welt auf der Wasserburg

Lüdinghausen, 15.06.2026
FOTO: Bildquelle: Website Burgjazz, Manfred Pollert , Roberto Cifarelli, Steven Haberland, Akim Karpach, Niti Biswas

Die Burg Vischering in Lüdinghausen gehört zu den besterhaltenen Wasserburgen Westfalens. 1271 ließ Bischof Gerhard von der Mark die Anlage mitten in einer Stever-Niederung errichten, seit 1972 wird sie vom Kreis Coesfeld als Kulturzentrum betrieben. Dass in diesem historischen Gemäuer seit einigen Jahren auch erstklassiger Jazz erklingt, ist der BurgJazz-Reihe zu verdanken, die das ganze Jahr über internationale Acts in den Veranstaltungssaal holt. Einmal im Jahr wird daraus zusammen mit dem Münsterland Festival ein dreitägiges Sommerfestival, das Konzertprogramm und Ausflugserlebnis verbindet. Vom 19. bis 21. Juni ist es wieder soweit, und das Wochenende fällt zusammen mit den Münsterländer Picknicktagen und dem Schlösser- und Burgentag. Die künstlerische Leitung liegt bei Christine Sörries, Co-Kuratorin ist Stephanie Pausch.

Am Freitagabend eröffnet um 19 Uhr die ukrainisch-deutsche Sängerin GANNA gemeinsam mit der peruanischen Cajón-Virtuosin Laura Robles das Festival. Hinter dem Künstlernamen verbirgt sich Ganna Gryniva, die seit ihrem Berliner Basislager ukrainische Folklore mit Elektronik und Jazz zu etwas völlig Eigenem verschmilzt. Ihr aktuelles Album „UTOPIA" versammelt Gäste wie den US-Trompeter Ambrose Akinmusire. Laura Robles lernte das Trommeln bereits mit vier Jahren und studierte bei der legendären Susana Baca in Peru, bevor sie 2012 nach Berlin zog. Um 21 Uhr folgt das Trio Luciano Biondini & Klaus Falschlunger feat. Niti Ranjan Biswas, in dem ein italienischer Jazz-Akkordeonist, ein Tiroler Sitarspieler und ein Tabla-Meister aus Bangladesch aufeinandertreffen und Raga, Folklore und Improvisation zu einer verblüffend organischen Seelenmusik verbinden.

Am Samstag gehört die Bühne zunächst Afra Kane (18 Uhr), der italienisch-nigerianischen Pianistin und Sängerin, die 2019 den Montreux Jazz Talent Award gewann – vor einer Jury mit Stanley Clarke, C,hilly  Gonzales und Chucho Valdés. Ihr cineastischer Sound aus Jazz, Soul und progressivem R&B ist auf dem dritten Album „Could We Be Whole" (Warner Music, 2024) bestens dokumentiert. Um 20 Uhr präsentiert der niederländische Trompeter Eric Vloeimans seine neue Suite „Pico Bello Extended". Der vierfache Edison-Preisträger, der einst in New York bei Donald Byrd studierte und in den Big Bands von Mercer Ellington und Frank Foster spielte, vereint darin Jazz, Kammermusik und Improvisation mit einem Quintett aus Trompete, Gitarre, Cello, Violine und Perkussion.

Am Sonntag verwandelt sich die Platanenwiese in eine Open-Air-Bühne. Um 11 Uhr rockt der Gorilla Club beim kostenfreien Kinderkonzert – die Kindermusik-Inkarnation der Kölner Indie-Band Locas In Love um Stefanie Schrank und Björn Sonnenberg, die mit E-Gitarren, Synthesizern und null Verniedlichung auf Augenhöhe mit ihrem jungen Publikum agiert. Um 15 Uhr übernehmen Jin Jim das ebenfalls kostenfreie Picknickkonzert. Das Kölner Quartett um den peruanischen Flötisten Daniel Manrique-Smith wurde vom NDR als „Senkrechtstarter" gefeiert und mischt Latin, Jazz und Rock mit einer Wucht, die live kaum jemanden auf dem Stuhl lässt.

Am Abend wird es im Saal nochmal konzentriert: Um 18 Uhr spielt Amaro Freitas, der Pianist aus den Favelas von Recife, dessen Soloalbum „Y'Y" eine Hommage an den Amazonas-Regenwald ist. Für die Aufnahme arbeitete er mit Shabaka Hutchings, Brandee Younger und Hamid Drake zusammen. Den Festivalabschluss um 20 Uhr gestaltet das Emil Brandqvist Trio aus Schweden, dessen aktuelles Album „Poems for Travellers" direkt auf Platz 1 der deutschen Jazzcharts einstieg. Der nordisch-atmosphärische Piano-Jazz von Emil Brandqvist, Tuomas A. Turunen und Max Thornberg klingt nach weiten Landschaften und bildet den perfekten Ausklang für ein Wochenende zwischen mittelalterlichen Mauern und zeitgenössischen Klängen.

Infos und Tickets: muensterland-festival.com und burg-vischering.de/burgjazz

Bild für Beitrag: Münsterland Festival meets Burgjazz | Die Musik der Welt auf der Wasserburg
Bild für Beitrag: Münsterland Festival meets Burgjazz | Die Musik der Welt auf der Wasserburg
Bild für Beitrag: Münsterland Festival meets Burgjazz | Die Musik der Welt auf der Wasserburg
Bild für Beitrag: Münsterland Festival meets Burgjazz | Die Musik der Welt auf der Wasserburg
Suche