Mit Kultur Geld verdienen
Livestream zur Vorstellung des Dossiers
Vor zehn Jahren hat der Verein nrwjazz e.V. unter dem Titel "Jazz we can" eine Studie zur kreativwirtschaftlichen Bedeutung der Jazzszene in Nordrhein-Westfalen vorgelegt. Damals erschien es noch als ein Novum, die künstlerische Praxis, vor allem jene in der freien Szene, konsequent auch als Wirtschaftsfaktor zu denken – jenseits von Subventionslogik und reiner Liebhaberei. Dass dieses Thema mittlerweile bei kulturpolitischen Institutionen auf Bundesebene angekommen ist, darf als erfreuliche Entwicklung gelten. Ein aktuelles Beispiel dafür liefern der Deutsche Kulturrat und KreativBund – Bundeszentrum Kultur- und Kreativwirtschaft mit dem gemeinsam herausgegebenen Dossier „Kosmos Kulturwirtschaft", das am 26. März 2026 in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt wird – vor Ort und per Livestream.
Die Zahlen, die den Hintergrund bilden, sind eindrücklich: 238.000 Unternehmen und freiberuflich Selbstständige prägen in Deutschland das Bild der Kultur- und Kreativwirtschaft. Rund zwei Millionen Erwerbstätige arbeiten in den elf Teilmärkten der Branche, die 2023 einen Umsatz von 204,6 Milliarden Euro erwirtschaftete. Wer angesichts solcher Dimensionen noch immer glaubt, Kultur und Ökonomie seien getrennte Welten, dem sei die Lektüre dieses Dossiers empfohlen. Es beleuchtet die Branche umfassend und aus ganz unterschiedlichen Perspektiven.
Wie lässt sich mit Kultur Geld verdienen?
Am Donnerstag, den 26. März, geht es ab 14.00 Uhr los – im KreativBund-Bundeszentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft in der Jägerstraße 65 in Berlin. Die zentrale Frage des Nachmittags: Wie lässt sich mit Kultur Geld verdienen?
Den Auftakt macht um 14.15 Uhr Gitta Connemann, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, mit einem Impuls. Anschließend folgt von 14.30 bis 15.30 Uhr ein Panel-Talk unter dem Titel „Mit Kultur Geld verdienen". Auf dem Podium diskutieren Daniela Beaujean (Geschäftsführung VAUNET – Verband Privater Medien), Christine Berg (Vorstandsvorsitz HDF Kino), Bernd Gallep (Leitung der Abteilung Innovation und Kreativwirtschaft beim BKM) und Olaf Zimmermann (Geschäftsführung Deutscher Kulturrat und Herausgeber von „Kosmos Kulturwirtschaft"). Moderiert wird die Runde von Christoph Backes, Projektleiter KreativBund.
Wer vor Ort dabei sein möchte, meldet sich bis Mittwoch, den 25. März 2026, 17.00 Uhr bei Frau Blochowitz unter s.blochowitz@kulturrat.de an. Die Plätze sind begrenzt und werden nach Eingang der Anmeldungen vergeben. Für alle, die nicht nach Berlin reisen können: Die Veranstaltung wird live gestreamt. Den Streaming-Link erhält, wer sich vorab über die Website des Deutschen Kulturrats dafür registriert.
