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live, laut und ungefiltert

Jazzahead! 2026

Bremen, 26.03.2026
FOTO: Jazzahead!

„Die Messe ist ein Backstage-Pass für die echte Jazzwelt“, so drückte es 2025 eine Teilnehmerin aus. „Die ganze Branche ist anwesend – live, laut und ungefiltert.”
 
Vom 23. bis 25. April treffen sich zum 20. Mal rund 3.000 Szene-Vertreter:innen bei der weltgrößten Fachmesse in Bremen. Die jazzahead! ist für Branchen-Profis nicht nur relevant, um neue Acts zu entdecken. Seit der ersten Ausgabe im Jahr 2006 ist die Messe auch der Ort, um sich zu informieren und auszutauschen.

Bei mehr als 50 Veranstaltungen werden wichtige Themen unserer Zeit verhandelt. Wie mit den Gefahren und Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz (KI bzw. AI) umgehen? Wie lassen sich Konzert-Touren auf dem Kontinent optimieren?

Panels zum Thema Touring-Geschäft sind fester Bestandteil der jazzahead!.

Katherine McVicker, die u.a. die Live-Karriere von Norah Jones mit aufgebaut hat, gibt Freitag um 13 Uhr den praxisnahen Workshop „Anyone Can Book a Gig: Demystifying the Booking Process”.

Am Donnerstag um 13 Uhr stellt die Plattform “Voice for Jazz Musicians in Europe” ihre Arbeit vor. Ziel: eine fairere Vertretung europäischer Formationen bei europäischen Jazzfestivals zu erreichen.
Später um 18:30 Uhr sprechen die beiden US-amerikanischen PR-Experten Lydia Liebman und Matt Merewitz über “Jazz from Europe - an American perspective”.

Nachhaltige Konzerttourneen - weiterhin ein Hauptanliegen der jazzahead!. Der grüne Weg geht mit der Open-Source-Plattform CooProg weiter und vernetzt Clubs, Festivals und Konzertveranstalter:innen auf einfache Weise. Auf Basis der 38 Showcases entstehen derzeit bereits erste internationale Tourneen.
Seit Neuestem ist die jazzahead! an der Analyseplattform tourbus.ai beteiligt, die mithilfe von KI das europaweite Routing von Tour-Acts analysiert und Voraussagen zum Thema Künstler:innenmobilität treffen kann. (Das gemeinsame Panel: Donnerstag, 14 Uhr).

Am Freitag, den 24.04. liegt ein Schwerpunkt auf den Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz. Um 10:45 Uhr moderiert Maria Rylander, Koordinatorin des Partnerlandes Schweden, das Panel „Protecting musicians rights while exploring AI creativity“, mit u.a. Expert:innen vom Europe Jazz Network (EJN). Auch die STIM (schwedische GEMA), die das weltweit erste KI-Lizenzmodell, das auf die Initiative einer staatlichen Organisation zurückgeht, entwickelt hat, wird vertreten sein.

Um 16 Uhr sprechen europäische Radiomacher:innen über den menschlichen Faktor bei der Programmierung: „All That Jazz in Radio – Human Curation vs. Algorithms“.

Musik widerspiegelt aktuelle Debatten 

Auch die bei der jazzahead auftretenden Acts legen ihre Sichtweise auf aktuelle Debatten dar. Am Donnerstag, den 23.04., dem Tag nach ihrem Auftritt beim Grand Opening der jazzahead!, steht das weltweit gefeierte US-Fusion-Duo KNOWER erneut im Mittelpunkt. Genevieve Artadi und Louis Cole erzählen um 12:15 Uhr von ihren Schaffensprozessen und davon, wie man 200.000 Follower bei Laune hält. Am Samstag geht es dagegen um „Jazz from Germany“ – mit dem Moses Yoofee Trio, Sera Kalo und Silvan Strauss diskutieren Künstler:innen mit internationaler Fanbase.
 
Der Afrika-Schwerpunkt der jazzahead! geht 2026 in die dritte Runde. Beim Panel „Jazz was born in Africa“ trifft der südafrikanische Trompeter Sydney Mavundla auf den senegalesischen Singer/Songwriter Sahad und die südafrikanische Journalistin Brenda Sisane. Der Schwerpunkt von 2027 bis 2029 wird dem Pazifischen Raum von Japan bis Australien gehören – am Samstag um 16 Uhr stellt die jazzahead! Details in einer „Sneak Preview“ vor.
 
Die Messe erwartet dazu prominente Speaker zum Thema erfolgreiche Label-Arbeit. Die Chefs von Unit Records (Schweiz) sprechen am Samstag mit Künstler:innen ihres Labels unter der Überschrift „European Jazz in Motion”.

Bereits am Donnerstag sprechen u.a. Dave Stapleton von Edition Records (England) und Mareile Heineke vom Streamingdienst Qobuz unter dem Motto „Building a Sustainable Music Ecosystem“ über effektivere Branchen-Zusammenarbeit und über nachhaltige Modelle für Künstler:innen.

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