„F:SHARP“
Ein neues Jazzfestival an der Folkwang
Mit „F:SHARP“ bekommt die Jazzszene an der Folkwang Universität der Künste ein neues Schaufenster: Vom 1. bis 3. Juni verwandelt sich der Campus Essen-Werden erstmals in ein offenes Festivalgelände für den aktuellen Folkwang-Jazz. Hervorgegangen aus der traditionsreichen „Folkwang Jazz Night“, erweitert das neue Format den Radius deutlich – räumlich wie künstlerisch. Drei Tage lang präsentieren Studierende in Konzerten, Sessions und offenen Formaten die stilistische Vielfalt eines Studiengangs, der seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Talentschmieden des deutschen Jazz zählt.
23 Bands und Projekte sind angekündigt – vom intimen Duo bis zur 14-köpfigen Funkband. Eigenkompositionen stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie genreübergreifende Experimente und interdisziplinäre Ansätze. Genau darin liegt der Reiz dieses neuen Festivals: „F:SHARP“ versteht sich weniger als klassische Werkschau, sondern vielmehr als Momentaufnahme einer jungen Szene, die stilistische Grenzen selbstverständlich überschreitet. Zwischen zeitgenössischem Modern Jazz, Groove-orientierten Formationen, improvisatorischen Konzepten und orchestralen Klangfarben entsteht ein Panorama aktueller musikalischer Positionen an Folkwang.
Auch das Gelände selbst wird Teil des Konzepts. Gespielt wird nicht nur in Neuer Aula und Kammermusiksaal, sondern ebenso im AStA-Garten, im Innenhof der Alten Abtei oder bei nächtlichen Jam-Sessions in der Arche Nova. Viele Veranstaltungen sind frei zugänglich und verleihen dem Festival bewusst einen offenen, campusartigen Charakter.
Zu den auffälligen Programmpunkten zählen unter anderem „Zero Gravity – The Music of Wayne Shorter“, das groß besetzte Projekt „Elias Brieden with Strings“, die Funkformation „Funkwang“ oder das experimentell angelegte „Impr%rchester“. Ergänzt wird das Programm durch spontane Begegnungen auf dem Campus – etwa mit den „Hot Serenaders“, die die Konzertpausen musikalisch begleiten.
Mit „F:SHARP“ positioniert sich Folkwang nicht nur neu nach außen, sondern formuliert zugleich ein künstlerisches Selbstverständnis: Jazz als lebendige, offene und stilistisch fluide Gegenwartsmusik. Für die regionale Szene dürfte das Festival schnell zu einem wichtigen Treffpunkt werden – und zu einer spannenden Gelegenheit, die nächste Generation improvisierender Musikerinnen und Musiker frühzeitig zu entdecken.
Weitere Informationen und das vollständige Programm unter Folkwang Universität der Künste.
