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Die Nacht, die niemals friert

Preview Winterjazz und NICA live special

Köln, 10.01.2026
FOTO: Bildquelle: Webstite Winterjazz

Winterjazz Köln lädt am zweiten Januarwochenende zur Jubiläumsausgabe in den Stadtgarten, während das NICA live special bereits zwei Tage zuvor die Zukunft der improvisierten Musik präsentiert.

Am 10. und 11. Januar 2026 findet die fünfzehnte Ausgabe des Winterjazz Köln im Stadtgarten und im Club Zimmermanns statt. Das Festival hat sich über die Jahre einen festen Platz im Kalender der regionalen Jazzszene erarbeitet – nicht zuletzt, weil es konsequent auf die Verbindung von Kölner Musikern mit internationalen Gästen setzt. Was das Winterjazz von anderen Veranstaltungen unterscheidet: Die Schwelle ist niedrig. Wer sich sonst nicht in Jazzclubs traut, findet hier einen Einstieg. Vier Bühnen, kurze Wege, Konzerte im Halbstundentakt – das Format funktioniert seit Jahren, das Publikum weiß das offenbar zu schätzen.

Für die Jubiläumsausgabe haben die künstlerischen Leiterinnen Angelika Niescier und Ulla Oster fünf internationale Gäste eingeladen, die sich ihre Besetzungen aus der Kölner Szene zusammenstellen durften. Benoît Delbecq aus Paris arbeitet seit drei Jahrzehnten mit präpariertem Klavier – Holzstäbchen zwischen den Saiten erweitern das Klangspektrum Richtung Perkussion. Er studierte bei Mal Waldron und Muhal Richard Abrams, seine Platten erscheinen auf Labels wie Pyroclastic Records, im Down Beat Critics Poll führt er seit 2021 die Kategorie der aufstrebenden Pianisten an. Alexandra Grimal, Jahrgang 1980, geboren in Kairo, studierte Saxophon in Helsinki, Paris und Den Haag. Zwei Jahre New York brachten Aufnahmen mit Lee Konitz, Gary Peacock und Paul Motian, das Album hieß Owls Talk. Mit Delbecq verbindet sie eine langjährige Zusammenarbeit, beide werden in Köln aufeinandertreffen. Monika Roscher leitet eine achtzehnköpfige Bigband, die Math-Jazz, Avant-Pop und Prog-Rock verbindet. Ihr Album Witchy Activities And The Maple Death erhielt 2023 den Preis der deutschen Schallplattenkritik, die Komposition 8 Prinzessinnen den Deutschen Jazzpreis. Für Köln bringt sie eine reduzierte Besetzung mit. Cansu Tanrıkulu, 1991 in Ankara geboren, lebt in Berlin und bewegt sich zwischen Jazzgesang und experimentellen Stimmtechniken. 2024 erhielt sie mit Bassist Nick Dunston den SWR-Jazzpreis, in Köln tritt sie mit Jim Black und Greg Cohen auf. Alexander Morsey, Bassist und Tubist, Jahrgang 1973, absolvierte die Folkwang-Hochschule bei John Goldsby, spielte mit Clark Terry und Herb Geller und ist Mitglied bei Matthias Schriefls Six, Alps & Jazz sowie Jan Klares The Dorf.

Der Schwerpunkt liegt traditionell auf der lokalen Szene. Philip Zoubek, österreichischer Pianist in Köln, erhielt 2020 den WDR-Jazzpreis Komposition und war mehrere Jahre NICA-Artist. Florian Herzog stellt sein Album Almost Natural vor. Tamara Lukasheva , ukrainische Sängerin aus Odessa, lebt seit 2010 in Köln und tritt im Trio mit dem finnischen Gitarristen Kalle Kalima und Posaunist Janning Trumann auf, sie erhielt 2021 den WDR-Jazzpreis Komposition. Toxodon formierte sich 2023 auf dem Moers Festival: Schlagzeuger Simon Camatta , E-Gitarristin Raissa Mehner und Vibraphonistin Salome Amend improvisieren mit Elektronik und nennen das Ergebnis selbst einen Wust aus halb-aquatischen Klangsphären und schroffen Independent-Felsen – die drei kommen aus dem Ruhrgebiet, dem Rheinland und dem Bergischen Land. DOG SOUP setzt auf schnelle Reaktionen, Noise und theatralische Elemente. HIMOYA um Sängerin Julia Ehninger verbindet Jazz mit Synth-Pop. Das Philipp Brämswig Trio spielt Gitarrenjazz. Bei Great Spotted Woodpecker trifft Steptänzerin Ulrike Neth auf Bassistin Ulla Oster und Sängerin Anne Hartkamp – hier gehören Tanzen und Musizieren zusammen. Shiva & The Destroyer ist ein Ableger der Köln-Berliner Formation C.A.R., der Krautrock und Jazz mit einer Prise Mystik versetzt.

Erstmals findet das NICA live special an zwei Tagen statt. Am 8. und 9. Januar präsentieren die aktuell geförderten Künstler des NICA artist development ihre Projekte im Stadtgarten. Das Programm NICA wurde 2019 ins Leben gerufen und ist am Kölner Stadtgarten angesiedelt, dem Europäischen Zentrum für Jazz und aktuelle Musik. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert das Programm mit jährlich 420.000 Euro. Ziel ist die Exzellenzförderung junger Musikerinnen und Musiker aus dem Bereich Jazz und improvisierte Musik: Über einen Zeitraum von drei Jahren erhalten ausgewählte Künstler nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch Beratung in Fragen wie Booking, Marketing, Medienarbeit und Netzwerkaufbau – Bereiche, in denen musikalische Ausbildung allein oft nicht weiterhilft. Die Förderung hat mittlerweile internationale Ausstrahlung entwickelt, etliche ehemalige NICA-Artists sind heute auf europäischen Bühnen und Festivals präsent. Die Kooperation zwischen Winterjazz und NICA besteht seit mehreren Jahren: Das NICA live special am Vorabend des Festivals gibt den geförderten Künstlern eine Plattform vor Fachpublikum – Booker, Festivalleiter, Journalisten. Dass die Veranstaltung nun erstmals auf zwei Tage erweitert wird, zeigt, dass das Format angenommen wird. Eine begrenzte Anzahl Tickets ist auch für reguläres Publikum verfügbar.

Das Winterjazz Köln entstand 2011 als Schaufenster für die Kölner Jazzszene. Die Veranstalter formulieren den Anspruch, dass Kulturorte wie der Stadtgarten Räume sein sollen, in denen Gemeinschaft entsteht – jenseits kommerzieller Zwänge. Ob das gelingt, entscheidet am Ende das Publikum. 14 Bands auf vier Bühnen, ein Wochenende im Januar.


WINTERJAZZ KÖLN 2026 – 15 Jahre Special Edition

Termin: 10.–11. Januar 2026 Ort: Stadtgarten & Club Zimmermanns, Köln Programm: 14 Bands auf 4 Bühnen NICA live special: 8.–9. Januar 2026 Künstlerische Leitung: Angelika Niescier & Ulla Oster Info: stadtgarten.de | winterjazzkoeln.com

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