Besucherrekord für asphalt 2026
Erfolgreichste Festivalausgabe seit Gründung
FOTO: Ralf Puder
Mit einem interdisziplinären Programm aus Theater, Tanz, Musik, Literatur, Fotokunst und Diskurs sowie einer Rekordauslastung von 95,7 Prozent ist die 14. Ausgabe von asphalt, dem Sommerfestival der Künste in Düsseldorf, erfolgreich zu Ende gegangen. Weit über 10.000 Gäste haben zwischen dem 15. Juli und 2. August 2026 die insgesamt 70 Veranstaltungen des Festivalprogramms besucht. 7.400 Besucher*innen kamen zu den Theater- und Tanzvorstellungen, Konzerten und Lesungen, 850 nahmen die Diskursformate bei freiem Eintritt wahr und 2.650 besuchten die Fotoausstellung von Laurenz Berges, die Teil des Festivals war. Hinzu kamen Hunderte Menschen, die die asphalt-Stadtklaviere im öffentlichen Raum bespielten, sowie Tausende, die deren spontane Mini-Konzerte verfolgten. Zwei Drittel aller Vorstellungen und Konzerte waren ausverkauft – die Gesamtauslastung des Festivals lag bei herausragenden 95,7 Prozent.
Die Festivalleiter Christof Seeger-Zurmühlen und Bojan Vuletić ziehen eine überaus positive Bilanz: »Inspiriert und gestärkt blicken wir auf drei intensive Festivalwochen zurück und bedanken uns bei allen Künstler*innen für ein rauschendes Fest im Zeichen der Vielfalt – von Kunst, Gesellschaft und Perspektiven. Einmal mehr wurde deutlich, dass Kunst- und Kulturräume Orte der Hoffnung und Zuversicht sind, Orte, an denen Menschen spüren, dass sie weder allein noch machtlos sind.«
Das asphalt Festival 2026 überzeugte erneut mit einem außergewöhnlich breiten Spektrum künstlerischer Disziplinen und ästhetischer Ausdrucksformen. Das interdisziplinäre Programm reichte von Theater, Tanz und Musik über Literatur bis hin zur Fotokunst. Ebenso prägend waren die besonderen, über das gesamte Stadtgebiet verteilten Spielorte sowie die enorme Bandbreite der Formate: von Florentina Holzingers spektakulärem Body-Horror-Musical „A Year without Summer“ mit fast 750 Besucher*innen pro Vorstellung bis zur intimen Produktion „Taxi Drivers“, bei der jeweils nur vier Personen gemeinsam mit einem Fahrer beziehungsweise Schauspieler in einem Auto Platz nehmen konnten.
Koproduktionen als Markenzeichen
Als Plattform für die Entstehung und Präsentation zeitgenössischer Kunst setzte asphalt auch 2026 einen besonderen Schwerpunkt auf Koproduktionen. Insgesamt sieben Arbeiten entstanden eigens für das Festival oder wurden gemeinsam mit ihm realisiert. Dazu gehörten Florentina Holzingers „A Year without Summer“, das Theaterstück „Tanzende Idioten“ von Thorsten Lensing mit Ursina Lardi und Sebastian Blomberg, die Mixed-Reality-Performance „Auflösung. Ein virtueller Kontrollverlust“ von Victoria Halper und Kai Krösche sowie „Taxi Drivers“ von Fix+Foxy, der renommiertesten freien Theatergruppe Dänemarks. Mit der Koproduktion „Tage aus Glas“ nach dem gleichnamigen Roman von Dorothee Krings führte das Düsseldorfer Theaterkollektiv Pièrre.Vers sein Publikum auf einer theatralen Tour durch Düsseldorf-Gerresheim und ließ die Ereignisse rund um den Glashüttenstreik von 1901 eindrucksvoll wiederaufleben. Sämtliche neun Vorstellungen waren bereits wenige Stunden nach Vorverkaufsstart im Mai restlos ausverkauft.
Bereits fünf Tage vor dem offiziellen Festivalbeginn eröffnete als Prolog die Ausstellung „Verschwinden (ARCHIV)“ des Fotografen Laurenz Berges, die während der gesamten Festivaldauer im KIT – Kunst im Tunnel zu sehen war und ebenfalls als asphalt-Koproduktion entstand. Inmitten von Laurenz Berges' Fotografien fanden dort zudem vier außergewöhnliche Konzerte statt, darunter „shy and wild is love“ mit dem Arditti Quartet, einem der weltweit bedeutendsten Streichquartette für zeitgenössische Musik.
Publikumserfolge auf der Seebühne
Zu den größten Publikumserfolgen zählten erneut die Kopfhörer-Konzerte auf der Seebühne am Schwanenspiegel. Dort begeisterten unter anderem die Soul- und Jazzkünstler*innen Reuben James, Charlotte Colace und Hausmane das Publikum. Ebenso stießen die Lesungen von Christiane Rösinger, Dana von Suffrin und Kaleb Erdmann auf große Resonanz.
Nachhaltig in Erinnerung bleiben werden auch die bewegende Festivalrede von Sasha Marianna Salzmann über die Rolle der Kunst in Zeiten des Krieges, mit der asphalt 2026 im Düsseldorfer Schauspielhaus eröffnet wurde, sowie der eindringliche Vortrag der ukrainischen Friedensnobelpreisträgerin Oleksandra Matviichuk über die Frage, wie Freiheit, Demokratie und Menschenwürde in einer zunehmend von Gewalt geprägten Welt verteidigt werden können. Beide Reden sind im Wortlaut im sogenannten Echoraum auf der Festival-Website www.asphalt-festival.de dokumentiert.
Musik im Stadtraum
Auch jenseits der offiziellen Spielstätten war das Festival im Stadtbild präsent: Nahezu rund um die Uhr erklang Musik an den öffentlich zugänglichen Stadtklavieren in der U-Bahn-Station Heinrich-Heine-Allee und im Foyer der Zentralbibliothek am Düsseldorfer Hauptbahnhof. Passant*innen hielten inne, setzten sich selbst an die Tasten oder lauschten den spontanen Darbietungen. Zahlreiche dieser musikalischen Momente wurden in den sozialen Medien geteilt und machten asphalt auch weit über die eigentlichen Veranstaltungsorte hinaus sichtbar.
asphalt 2027 bereits in Vorbereitung
Die Vorbereitungen für die nächste Festivalausgabe laufen bereits auf Hochtouren: Das 15. asphalt Festival findet vom 14. Juli bis 1. August 2027 in Düsseldorf statt.