Quadro Nuevo |

ODYSSEE - a journey into the light

Text: Vera Marzinski | Fotos: Mike Meyer, Annette Hempfling & René van der Voorden

München, 11.09.2022 | Eine Reise ins Licht ist diese Vertonung der antiken griechischen Mythologie von Quadro Nuevo. Aufgenommen nach einer Reise im September 2021 - nachdem die Protagonisten im Lockdown in die Homerische Welt eingetaucht waren.

Eine Welt voller Mythen, Helden und fantastischer Geschichten – sowas würde man vielleicht in einem Buch erwarten. Aber: genau das bietet „ODYSSEE - a journey into the light“ von Quadro Nuevo. Sie entführen in eine sagenumwobene Welt mit ihrem Album.

Die Weltreisende deutsche Jazzcombo Quadro Nuevo hat 2021 ihre Liebe zur antiken griechischen Mythologie vertont. „ODYSSEE:- a journey into the light“ ist inspiriert von den alten Geschichten des Mittelmeerraums. Odyssee ist der Titel des homerischen Epos, das die Irrfahrten und die Heimkehr des griechischen Sagenhelden Odysseus beschreibt. Quadro Nuevo - Mulo Francel (Saxophon, Klarinette), Andreas Hinterseher (Akkordeon, Bandoneon, Vibrandoneon, Trompete), Chris Gall (Piano), D.D. Lowka (Bass, Cajon, Frame Drums), Paulo Morello (Gitarre), Robert Kainar (Schlagzeug, Percussion), Philipp Sterzer (Querflöte) sowie bei „Vulcano“ Max Geller (Alt-Saxophon) - sorgen mal wieder für ein besonderes Klangerlebnis und erklären dazu: „Unser neues Album ist inspiriert von Mythen und Sagen, geprägt von hymnischen Improvisationen, Ska-Grooves, Bossa Nova und Ballade. Es ist eine künstlerische Reise durch die Epen der abendländischen Kultur“.

Da heißt es dann zu Beginn “Odyssee Calling” und das Schiff nimmt gleich volle Fahrt auf. Sehr dynamisch startet die „Odyssee“ in eine sehr abwechslungsreiche, emotionale Reise. Fast vollkommen entspannt schippert sie “Between the Waves” weiter und mediterrane Leichtigkeit macht sich breit. Turbulenzen treten bei“Poseidon’s Revenge” auf und man fragt sich „Wo für rächt sich der gute Poseidon?“. Bei „Ciclope senza Vista Mare“ wird es sehr rhythmisch, aber dennoch entspannt. “Dionysos”, der Gott des Weines, der Freude, der Trauben, der Fruchtbarkeit, des Wahnsinns und der Ekstase in der griechischen Götterwelt taucht auf. Und ist vollkommen entspannt. Dieses Stück ist ebenso wie „Odysseus in the surf“ von Andreas Hinterseher, der mit Akkordeon, Vibrandoneon, Bandoneon, Trompete und Flügelhorn auf der CD zu hören ist. Pianist Chris Gall steuerte unter anderem „And. Pull!“ hinzu Hier wird es wieder sehr dynamisch und das Klavier perlt nur so dahin zu einem orientalisch klingenden Saxophon. – weitere Stücke von ihm „Children’s Daydream“ und „Aeolian Echoes“. Mulo Francel hat nicht nur das „Odyssee Calling“ zum Gesamtwerk beigetragen. Sein „Vulcano“ lässt klanglich sehr eruptiv einen Vulkan ausbrechen, was sehr mystisch klingt. Dafür geht es mit „Waiting“ sehr swingend weiter und bekommt von D.D. Lowkas Bass die tiefen beruhigenden Töne. Robert Kainar, der Drums und Percussion spielt, hat „Lullaby for Ikarus“ beigetragen. Nicht nur die Stücke der CD nehmen mit in die sagenumwobene Welt – auch die Fotos von Annette Hempfling, René van den Voorden und Mike Meyer im Inlay bringen diese Welt näher. Ob mit allen Musikern auf dem alten Schiff oder auf einem umnebelten Hügel.

Auf ihrer Spurensuche begab sich die 30-köpfige Reisegemeinschaft in einen mehrwöchigen Prozess, hochkreativ verdichtet, segelnd durch die Gefilde uralter Geschichten. Nachdem Quadro Nuevo in seiner über 25-jährigen Ensemblegeschichte spielend das mediterrane und das Schwarze Meer umrundet hat, fuhr man diesmal vorbei an Sizilien zu den Äolischen Inseln, dem „Wilden Westen“ der antiken Welt. Und was wünscht Quadro Nuevo mit dieser CD? Im Inlay heißt es da am Schluss „Unsere Melodien mäandern um die Figuren uralter Sagen. Auf dass sie von ihnen beseelt werden. Auf dass deren bronzezeitlicher Glanz unsere Gedanken und Töne erhellen möge. Und dass vielleicht im Vorüberziehen ein wenig heldenhafter Goldstaub an uns allen hängen bleibe – ein Hauch zumindest.“

Erscheinungsdatum: ‎ 2022 / Label: ‎ GLM Music (Edel)