Neue Sounds im nördlichen Revier |

FineArtJazz 2020 /1

Gelsenkirchen, 07.01.2020 | Jedes Konzert der internationalen Konzertreihe FineArtJazz ist nicht nur eine Reise in eine spannende Kultur, sondern zugleich eine Auseinandersetzung mit dem Ruhrgebiet und der eigenen Heimat. Denn schon jede Location ist für sich ein Besuch wert. Und im achten Jahr des Bestehens baut die Gelsenkirchener Jazzagentur PublicJazz events, die mittlerweile von einem engagierten Förderverein unterstützt wird, das Programm der internationalen Konzertreihe weiter aus.

Aus acht Nationen kommen diesmal die Künstler der ersten Spielzeit zu insgesamt 10 Veranstaltungen, darunter die große FineArtJazz-Night mit drei Bands aus Frankreich, Österreich und Deutschland.

„Ohne die verlässliche Unterstützung der oft langjährigen Förderer, Sponsoren und Partner, wie z.B. die Volksbank Ruhr Mitte, VivaWest oder die Sparkasse Vest, wäre es unmöglich ein solch ambitioniertes Programm im nördlichen Revier auf die Bühnen zu bringen“, meinen die frisch gebackene Vereinsvorsitzende Susanne Macheit und die Veranstalterin Susanne Pohlen und sind sichtlich stolz auf die stetig wachsende Publikumsresonanz aus ganz NRW und dem benachbarten Ausland. „Der Plan, ein Konzertangebot mit Strahlkraft nach außen zu kreieren geht auf, denn die Publikumszahlen haben mittlerweile die, etablierter Festivals erreicht“, berichtet der Programmverantwortliche Bernd Zimmermann.

Mit der hohen künstlerischen Qualität und den außergewöhnlichen Orten ist die Reihe längst eine Marke im kulturellen Leben des nördlichen Reviers. Die stilistische Vielfalt ist Teil ihrer DNA. Und so bietet das neue Programm wieder für jeden Jazzgeschmack etwas und das nicht selten exklusiv in NRW.

Spielzeit-Auftakt ist am 25. Januar im LEO Dorsten auf der ehemaligen Zeche Fürst Leopold. Dort gibt es ein Feuerwerk mit kubanisch inspiriertem Piano-Jazz mit Ramón Valle und seinem kongenialen Partner Omar Rodriguez Calvo. Das genaue Gegenteil bietet am 7. Februar im Schloss Horst der Italiener Angelo Comisso, der vielen als Pianist von Markus Stockhausen bekannt ist. Comisso ist immer auf der Suche nach Verflechtungen von moderner Klassik und inspiriertem harmonischem europäischen Jazz.

Bevor es nach über einem Jahr Pause und frischem Elan am 12. März mit einem der, zurzeit angesagtesten Jazztrios, dem Pulsar Trio endlich wieder auf die beim Publikum so beliebte Burg Lüttinghof geht, macht die Reihe zuvor am 28. Februar mit dem einem Soul-Jazz-Leckerbissen auf dem Nordsternturm halt. Hier treffen David Rynkowski, besser bekannt als Sänger und Keyboarder der Soul-Band Luciel, und der Jazzgitarrist Vitaliy Zolotov aufeinander.

FineArtJazz-Night 2020

Festival-Feeling kommt dann am 21. März in der Schwarzkaue Schlägel & Eisen auf. Nirgendwo könnte der neue, junge europäische Jazz besser hinpassen als in die Schwarzkaue der ehemaligen Zeche Schlägel & Eisen. Die raue Industriearchitektur bietet den idealen Rahmen für die Musik, die sich in einem ständigen Wandel befindet und stets nach neuen Ausdrucksformen sucht. Der Jazz sorgt für immer neue Sounds und bringt so die Musik voran. Bei der 2. FineArtJazz-Night nach 2017 werden die Band Pulcinella aus Toulouse, Christoph Pepe Auer aus Wien und Sommerplatte, mit den Heavytones-Legenden Hanno Busch (Gitarre) und Claus Fischer (Bass) aus Köln die Schwarzkaue rocken. dabei sein. Ein Abend, bei dem es nicht nur etwas auf die Ohren gibt, sondern auch die Beine schwer unter Kontrolle zu halten sein werden.

Die Norweger kommen

Der April bietet gleich zwei Konzerte mit den zurzeit angesagtesten Jazzmusikern Norwegens. Am 3. April ein exklusives Konzert der Superlative mit dem Operntenor und Jazz-Saxophonisten Håkon Kornstad, dessen Soloprogramm dem Nordsternturm auf den Leib geschrieben worden ist. Mit einer Mischung aus Opernarien und Elektro-Jazz erwartet das Publikum eine außergewöhnlichePerformance. Am 25. April geht es zurück ins Dorstener LEO. Dort wird das Sigurd Hole Trio das FineArtJazz-Publikum mit einem durch die norwegische Volksmusik und indisch-nahöstlicher Musik beeinflusstem Jazz begeistern. Hole und sein Drummer Jarle Vespestad sind eher bekannt als Rythm-Section des Tord Gustavsen Trio. Mit dabei der Newcomer an der Violine Hakon Aase.

Den Mai dominieren drei starke Frauen. Am 8. Mai kommt der große deutsche Fernseh- und Kinostar Jasmin Tabatabai mit dem David Klein Quartet in die Mathias-Jakobs-Stadthalle nach Gladbeck. Ihr Gesangsdebut gab sie als Rockröhre im Blockbuster „Bandits“. Für ihre erste CD „Eine Frau“ als Jazz-und Chansonsängerin wurde Tabatabai aus dem Stand mit einem Echo-Jazz ausgezeichnet. In Gladbeck wird sie ihre Anfang Mai 2020 erscheinende neue CD „Vielfalt“ erstmals dem deutschen Publikum vorstellen.

Wer es nicht mit eigenen Augen und Ohren sieht und hört, wird es nicht glauben, was da am 29. Mai im Schloss Horst zu erleben ist. Während die Berliner Sängerin und Pianistin Kid be Kid mit ihrer charismatischen Stimme schwebende Melodien mit gleichzeitigem Beatboxing unterlegt, sind die zwischen neuer Musik und Jazz angesiedelten Stücke der Dresdenerin Julia Kadel eher dynamisch, unkonventionell und von freigeistiger Kreativität. Ein Abend voller spannender Gegensätze, Ruhe und Kraft sowie Poesie und Minimalismus.

Zum Abschluss der Spielzeit 2020/1 kehrt die Reihe am 20. Juni noch einmal auf Zeche Fürst-Leopold nach Dorsten zurück. Bei MASAA verweben sich tiefempfundene arabische Verse und zeitgenössischer Jazz, gehen Abend- und Morgenland in bisher nicht dagewesener Schlüssigkeit eine lyrische Liaison ein. Ihr bahnbrechendes Konzept haben MASAA auf bislang drei Alben umgesetzt, und sind 2017 für mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurden und der Sänger und Kopf der Band, der im Libanon geborene Rabih Lahoud, für den ECHO Jazz in der Sparte "bester nationaler Sänger" nominiert.

Weitere Infos und Tickets gibt es unter www.publicjazz.de. Weitere Vorverkaufsstellen sind auf der Website zu finden.