"XII -Ein vollendeter Zyklus" | Meike Rath

Dortmund, 10.2.2013 | Ich begegnete Meike Rath zum ersten Mal im Jazzclub domicil in Dortmund. Sie spielte mit einer Formation um die Jazz- Sängerin Mem Nahadr. Ihr Harfenspiel beeindruckte mich sehr, weil sie einen eigenen neuen Sound kreierte.

Nun hat die Dortmunderin ihr erstes Soloalbum „Ein vollendeter Zyklus“ veröffentlicht . Aufgenommen in verschiedenen Kirchen des Landes, landeten letztendlich 12 Stücke wohl ausgesuchte Stücke auf dieser CD. Es sind ausschließlich freie Improvisationen die von Liebe, Trauer, Verlust, Ohnmacht, Glück und Freude durchdrungen sind. Titel tragen die Stücke nicht und das mit voller Absicht. Aber zu jedem Stück gibt es einen Text. Es sind Zitate wie: "Das wichtigste in der Musik steht nicht in den Noten" (Gustav Mahler) oder "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist " (Victor Hugo).

"Höre so wird deine Seele leben" (Jesaja). Wer bei dieser Musik die Augen schließt, wird bald in eine Welt wunderbarer Klänge, Tonfolgen und Tonläufen versinken. Die Emotionen sind deutlich spürbar und lassen einen nicht mehr los. Wer den ganzen Zyklus hört, wird erstaunt sein über Meikes eigenen Sound und ihr hervorragendes Können. Über ihr Harfenspiel sagt sie selber: "„Die Harfe ist ehrlich. Zwischen meinen Fingern und den Saiten ist kein Puffer, so spiegelt sich jedes Gefühl direkt im Klang wider“ (Meike Rath).

Text: Kurt Rade | Fotos: Meike Rath

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