CD-Besprechung

Oliver Lutz |

Signal

Text: Hans-Bernd Kittlaus

Köln, 23.10.2014 | Der Bassist Oliver Lutz ist schon seit Jahren eine feste Größe in der Kölner Jazz-Szene, sowohl mit seinem Trio als auch als Mitspieler in Formationen wie dem Offshore Quintett oder dem Lucas Leidinger Quintett. Jetzt legt er seine erste CD auf dem Schweizer Label Unit Records mit seinem Quartett vor. Geboten wird ein Programm mit acht Eigenkompositionen und einem durchgängigen stimmigen Band-Sound. Lutz gestaltet mit „The Painter“ einen Solo-Titel sehr durchdacht. Ansonsten überlässt er die Soli weitgehend Christoph Möckel am Tenor- und Sopransaxofon und Pablo Held, der hier ausschließlich Wurlitzer-Piano spielt statt des Konzertflügels, den er in seinem vielgerühmten Trio bedient. Besonders stimmungsvoll klingt Möckels Solo am Sopransaxofon in „Amma“ über dem nie eindimensionalen Rhythmus von Lutz und Schlagzeuger Moritz Baumgärtner. „Eins“ gibt Lutz Gelegenheit zu einem wohlgesetzten Intro über Baumgärtners Schlegelarbeit, bevor Möckel und Held sich der Melodie zuwenden. Held hat ein fesselndes Solo in „Center Tone“. Er prägt mit seinem Wurlitzer-Klang den Sound des Quartetts am stärksten. Insgesamt ein gelungenes Debut einer jungen Band mit Potential.

Oliver Lutz
Signal
PaUnit Records UTR 4483