Kühle Klänge aus dem Norden |

Eivind Aarset Sonic Codex Quartet

Text: Christoph Giese | Fotos: Christoph Giese (Archiv)

Essen, 23.10.2015 | Das eisblaue Polarlicht auf der Bühne der Zeche Carl passt bestens zur Musik von Eivind Aarset. Denn der norwegische Gitarrist und Soundtüftler und sein „Sonic Codex Quartet“ lassen in den nächsten gut anderthalb Stunden kühle Klänge über die Köpfe der erwartungsfrohen Zuhörer wabern.

Dabei sind Aarset, Bassist Audun Erline und die gleich zwei Schlagwerker Erland Dahlen und Wetle Holte als absolut gleichberechtigte Einheit zu sehen. Als Band, die eine Idee hat von Wechselspielen musikalischer Intensitäten.

Langsam und sukzessive steigern sich zumeist die Rhythmusfiguren der Band, über die Eivind Aarset seiner elektrischen Gitarre entlockten, verzerrten Klangflächen legt. So entstehen, auch durch zusätzliche Klang-Effekte, schillernde Soundscapes mit rockigem Einschlag, die mehr und mehr eine hypnotische Wirkung entfalten.

Eine halbe Stunde und auch mehr kann so eine Übereinanderschichtung von Beats und Sounds dann auch mal dauern. Ohne Pausen. Ein wahrer Tonrausch ist das Ergebnis. In Klanggebilden, die sich zwischendurch gerne leicht verändern und immer wieder anschwillen.

Und auch wenn sich im Verlaufe des Konzertes der Aufbau der Musik ähnelt – die vier Skandinavier zogen das Publikum in ihren Bann.