"Tribute to Christoph Eidens" |

Consol Theater Gelsenkirchen

Text & Fotos: Bernd Zimmermann

Gelsenkirchen, 30.10.2010 | Unter dem Titel "Tribute to Christoph Eidens" trafen sich vier Musiker am Samstag abend im Consol Theater in Gelsenkirchen, um die Musik des leider viel zu verstorbenen Vibraphonisten wieder aufleben zu lassen.

Christoph Eidens (* 4. Juni 1958 in Duisburg; † 2. Februar 2005 in Köln) war ein deutscher Jazzvibraphonist. 1998 erschien sein Album Cameroon Dance (mit Danny Gottlieb und Andy Middleton). Mit der Gruppe Tropicville entstand das Album ChaChaBlue. Bei Gastspielen in den USA trat er u.a. mit Andy Middleton, Randy Brecker, Ron McClure und Steve Rudolph auf. Er tourte mit Gruppen wie Supersession, Mallet Madness, Tim Isfort Orchestra und der WDR Big Band Köln und spielte Aufnahmen mit George Gruntz, Eckard Koltermann, Claudio Puntin, Ack van Rooyen und Peter Fessler ein. Außerdem leitete er ein Trio mit dem Bassisten Martin Gjakonovski und dem Schlagzeuger Felix Astor.

Trotzdem es Samstag abend war und parallel in Gelsenkirchen ein Fußballspiel stattfand, fanden nun zum zweiten Mal hintereinander eine erfreulich große Zahl von Jazzliebhabern den Weg zum "GEjazzt auf Consol". Somit passte alles. Draußen das ungemütliche Wetter, drinnen eine angenehme, kuschelige Atmosphäre in der Kellerbar des Consol Theaters bei gutem Jazz und dem obligatorischen Glas Rotwein vor sich auf dem Tisch. Kaum zu glauben, dass man sich in Gelsenkirchen befunden hat.

Matthias Bergmann (Flügelhorn ), Christian Hammer (Gitarre), Ingo Senst (Bass) und Benny Mokross(Perkussion,Schlagzeug)präsentierten ihr "Tribute to Christoph Eidens"-Programm erst zum zweiten Mal.Einechillige,meist vom Latin Jazz inspirierte, Musik die durch erstklassige Soli, vor allem von Christian Hammer, immer wieder die Aufmerksamkeit des Publikums forderte.

Mit im Publikum auch Guy Bitan, Gelsenkirchener Klassik-Gitarrist und Mitstreiter und Freund von Christoph Eidens, war eigens deswegen ins Consol Theater gekommen. Sichtlich ergriffen resumierte er: "Eine wahrlich gelungene Anerkennung der Musik und Leistung von Christoph". Er hätte sich sicherlich sehr gefreut. Vielleicht war es ja auch so.