Wie ein ICE durchs domicil |

The Dorf und 7

Text & Fotos: Kurt Rade

Dortmund, 28.11.2012 | Letzten Donnerstag, machte mal wieder The Dorf im domicil halt. Schon beim ersten Stück, eine neu Komposition von Zugführer Jan Klare, ein wenig Jazz-Rockig, dampfte die Bude. Alle Musiker hatten unglaubliche Spiellaune und das übertrug sich auch auf die Zuhörer.

Die Solisten an diesem Abend: John D. Renken an der Trompete, Simon Camatta Schlagzeug und Christian Hammer Gitarre. Allesamt überragend. Mit schnellen Stakkatos, rhythmisch bewegend und virtuos waren sie nicht zu bremsen.

The Dorf ist mittlerweile Kult geworden und zieht das Publikum an. Jan Klare lässt seinen Musikern viel Spielraum und Platz zum Entfalten. Seine Kompositionen sind schwer einzuordnen, unterschiedliche Musikstile fließen ineinander. Aber diese bunte Vielfalt macht es aus und man kann nur hoffen dass diese Big-Band uns lange erhalten bleibt. Die Zuhörer waren jedenfalls aus dem Häuschen und genossen den weiteren Abend, der mit dem "jazzplayeurope LAB 2012" weiterging.

Sieben Musiker aus sieben Nationen kamen auf die Bühne. Nadine Deventer, Leiterin des " jazzwerkruhr" und "jazzplayeurope" fand die richtigen Worte zur Ankündigung dieser Jazzmusiker.

"Europa hat den Friedensnobelpreis bekommen, wir Menschen, Bürger dieses Europa sind die Preisträger. Durch unser friedliches Zusammensein und dem Austausch von Kultur, war dieses möglich. Nun stehen hier sieben der besten ausgesuchten jungen Jazzmusiker aus sieben verschiedenen Ländern auf dieser Bühne und wollen uns mit ihrer Musik einen schönen Abend darbieten. Grenzen überwinden, Künstler bewegen, neue Netzwerke in Europa schaffen, das ist die Mission".

Die sieben Musiker: Jérôme Klein drums aus Luxemburg, Roman Babik piano aus Deutschland, Guillermo Celano gitarre aus den Niederlanden, Štefan Bartuš bass aus der Slovakei, Nathan Daems saxofon aus Belgien, Jean-Baptiste Berger saxofon aus Frankreich und Mateusz Rybicki clarinette aus Polen.

Sie legten furios los, mit modernem Jazz und tollen Solos. Auch hier war die Spielfreude groß. Nach nur drei Tagen Proben, hatte man das Gefühl die Jungs spielen schon viel länger zusammen. Bläsersätze, rhythmisches Zusammenspiel, Einsätze und das auf einander hören klappte hervorragend. Vor allen Dingen die musikalischen Bälle zuwerfen, gemeinsame Höhepunkte schaffen war ihr Ding. Sie passten einfach zusammen und servierten den Zuhörern einen Hörgenuss nach dem anderen. Hier kann man die Worte von Nadine Deventer gut verstehen. Es war ein toller gelungener Musikabend.