Eigenwillig und vielseitig |

Monoedukation aus Kölner Keller

Text & Fotos: Sven Breidenbach

Düsseldorf, 28.10.2010 | Die Herrenrunde entstand bei Oliver Leicht im Keller. Heute spielen mit ihm Silvio Morger (Schlagzeug-Köln), Paul Imm (Bass-Hamburg) und altbekannt, Norbert Scholly (Köln-Gitarre).

Freitag, Wochenende, fast Vollmond, eine Szenerie wie in "How high the Moon".

Somewhere there's music
How faint the tune
Somewhere there's heaven
How high the moon
There is no moon above
When love is far away too
Till it comes true
That you love me as I love you
(Song von Ella Fitzgerald)

Das Irgendwo ist in diesem Fall die Jazzschmiede in Düsseldorf. Sowohl für Musik als auch für Himmel. Begonnen mit "JaJaJa" – ein leicht meckernder Unterton durchzieht den Song - spielt dann das Quartett "A gift in return". Nun wird es spannend. Es wird ein Gefühl beschrieben dass es nicht gibt. Umschrieben. Passend hierzu der Titel "Luficient". Die Augen geschlossen hört man hinkende Schritte, so als schleiche sich jemand an. Und dann beginnt es gefühlvoll-leicht zu swingen, zu tanzen. Alles behutsam und mit Vorsicht. Mit der Bassklarinette setzt Oliver Leicht Akzente. Freudig beschwingt gibt es Reaktionen von Gitarre, Bass und Schlagzeug. Zum Schluss hängt fast eine Melancholie im Saal.

Bei "Holo Suite" spielen nur drei Musiker, Silvio Morger setzt aus. Und das nur, weil der Schlagzeuger bei den ersten Proben "mal eben um die Ecke musste". Holosuiten sind Holographische Umgebungssimulatoren die der Entspannung und Erholung dienen, so ist eine Definition zu finden.

Nach der Pause kommt das Publikum entspannt und erholt zurück an die Tische und die Bar. Knapp 80 – gut gefüllt - sind heute Abend in der Jazzschmiede. Engagierte Mitglieder aus dem Verein und andere. Sogar holländisch ist im Publikum zu hören. Nach der Pause werden "Fibre" und "Tinlow" gespielt. Bevor es an die Widmung für Ack van Rooyen geht. "Shut Up". Die beiden Ersatzmänner in der heutigen Herrenrunde Paul Imm und Silivo Morger bereichern, sind konzentriert bei der Sache und haben sichtlich Spaß an diesem Gig. Ein leichter Abend geht zu Ende. Musikalisch ernsthaft großartig. Schmunzelnde Gesichter der Musiker. Freudige Gesichter im Publikum.