Festivals in NRW

Engagement und Weitsicht |

Internationales Jazzfest Hamm

Text & Fotos: Bernd Zimmermann

Hamm, 25.04.2012 | In Zeiten großer Einsparungen und wenig Engagement seitens der Kommunen, wie beispielsweise aktuell (mal wieder) in Duisburg zu beobachten, gibt es immer noch Städte, die mit viel Engagement und Weitsicht ihren Bürgerinnen und Bürgern vielbeachtete, ansprechende und niveauvolle Kulturangebote machen. Zu diesen Städten gehört unzweifelhaft die Stadt Hamm am östlichen Rand des Ruhrgebiets, wo neben regelmäßigen Jazzkonzerten alle zwei Jahre das Internationale Jazzfest Hamm mit hochkarätigen Künstlern durchführt wird.

Ulrich Weißenberg, Leiter des Kulturbüros in Hamm zieht auch in diesem Jahr für das 5. Internationales Jazzfest eine positive Bilanz: "Über 1700 Besucher und ein rundum gelungenes vielfältiges Programm mit vielen positiven Rückmeldungen aus dem Publikum".

In diesem Jahr mit dabei: Altmeister Klaus Doldinger oder die Hamburger Bluesband, die sich im Kursaal von Bad Hamm mit Arthur Brown, Chris Farlowe und Clem Clempson trafen. Aber auch Anspruchsvolles und Neues gab es zu hören, wie Stefan Bauer's "Voyage", das Stefan Becker Trio oder die Formation JD Walter & Friends mit dem Gelsenkirchener Bassisten Martin Furmann.

Den Abschluss bildeten am Sonntagabend, fröhlich, locker und unterhaltsam, Tom Gaebel, der sich im Kurhaus mit Martin Sasse, übrigens ein gebürtiger Hammer dessen Trio traf (Henning Geiling - Bass, Joost van Schalk (Drums). Verstärkt wurden diese vier noch durch Marcus Barthelt (Sax) und Ralf Hesse (Trompete).

Professionell und routiniert spulten die sechs Musiker am Sonnstagabend ihr Programm ab. Wobei kaum einer der großen Klassiker des Swing fehlte. Das zahlreich erschienene Publikum war sichtlich und hörbar begeistert.

Für die Jazzfans in unserer Region sollte es ein Muss sein, die Konzertangebote in Hamm aufmerksam zu beobachten. Ulrich Weißenberg hat uns schon den ein oder anderen Programmpunkt für den Herbst verraten. Es lohnt sich.