Soul Man aus Bochum | Jeff Cascaro im domicil

Dortmund, 30.1.2012 | Das Konzert scheint ausverkauft. An diesem Abend ist ein auffällig hoher weiblicher Besucheranteil zu verzeichnen, was mölicherweise an der Musik liegen mag, die wir bald erwarten dürfen. Soul aus Bochum.

Aber vielleicht liegt es auch an der räumlichen Nähe zu Bochum und das eben ein „Lokale Größe“ heute Abend live in der Nähe auftritt. Bewegliche, tanzbare Musik, die „Einmannshow“ mit der Stimme aus Bochum, Musik, die urplötzlich in die Beine geht, vielleicht auch deshalb der Anteil an weiblichen Gästen heute Abend höher liegt. Frauen wollen tanzen, sich emotionaler ausdrücken. Cascaro setzt auch sporadisch seine gedämpfte Trompete ein. Doch das wesentliche Werkzeug bleibt seine Stimme, die Cascaro einfallsreich, dicht am Mikro variiert, mit der Band im Hintergrund. Gitarre, Keyboards, Bass und Schlagzeug.

Die Mitmacher bleiben in der ersten Hälfte auffallend im Hintergrund. Jeff Cascaro gibt die Richtung vor, bestimmt das Tempo. Eingängige Stücke, die spontan den Zuhörer animieren. Mann wippt mit den Füßen - eine Zeit lang. Doch dann, irgendwann, bricht die Stimmung und im zweiten Set gelingt es Jeff Cascaro gerade eben so, das Publikum nicht zu verlieren. Auch weil er dann doch seinen Gittaristen mit einbindet in seine Einmannshow, die er ansonsten gekonnt vorbringt, aber die bald an den Punkt kommt, an dem nichts Neues entsteht. Titel klingen ähnlich, der Wechsel fehlt, die Überraschung. Erst mit einem der letzten Stücke, einer Coverversion von“ Help the poor“, kriegt Cascaro die Kurve. Als Profi spürt er die Stimmung im Publikum und kann darauf reagieren. Auch das spricht für den Abend heute, für Jeff Cascaro, seine Mitstreiter und deren Bühnenreife.

Text: wj | Fotos: kr