"Ukuba noma Unkungabi" | Jasper van't Hofs Pili Pili

Bochum, 18.1.2012 | "To be or not to be" - "Ukuba noma Unkungabi", so lautet der Titel der neuen, nach sieben Jahren Abstinenz erschienen CD von Jasper van't Hofs Pili Pili. Und irgendwie schwang dieser Titel bei dem Konzert im Bahnhof Langendreer mit.

Eine beinahe komplett neue Besetzung und vor allem ein komplett neues Konzept bestimmt das aktuelle Programm von Pili Pili. Eher kammermusikalisch mit den beiden Streichern Vasile Darnea (Violine) und Anton Peisakhov (Violoncello) kommt die Musik daher, deren musikalischer Steinbruch nicht wie früher die afrikanische Musik sein sollte, sondern die europäische Musik. Die wiederum sollte durch die Beteiligung von Dra Diarra (Percussion) und Tutu Puone ihre afrikanische Note erhalten.

So das Konzept und ein Ansatz, auf den man gespannt sein konnte. Leider ist von der Vielfalt der europäischen Musik bei Pili Pili wenig zu hören. Eintönig, mit nur wenigen Akkorden im Gepäck, die vor allem Tutu Puones Stimme (sie Gewann im letzten Jahr den südafrikanischen Grammy) nur wenig forderte, plätscherten die einzelnen Tracks von der Bühne. Einzig die Saxophonisten Tineke Postma, Schooting-Star der holländischen Jazzszene, ließ mit zum Teil wunderbaren Soli aufhorchen. Jasper van't Hof selbst blieb weitestgehend mit seinem Soundteppich im Hintergrund und lieferte nur selten, dann aber durchaus hörbares auf seinem Piano ab.

So hielt sich die Begeisterung des Publikums in Grenzen und so manche verließen vorzeitig das Konzert. Damit bekam der Titel des neuen Pili Pili Werks "Sein oder nicht Sein" eine zusätzliche Bedeutung.

Text & Fotos: bz