Strahlend klar erklingt seine Trompete | Mathias Eick

Köln, 2.5.2011 | Er ist so etwas wie der Gegenentwurf zum auch international so angesagten Teil der norwegischen Jazzszene aus Oslo und Kristiansand, der sich zwischen Jazz, Rock, Improvisationen und Elektronik bewegt. Auch bei Mathias Eick wird es schon mal kurzzeitig rockig. Und dezente Samples setzt der norwegische Trompeter bei seinem famosen Auftritt im Kölner Stadtgarten ebenfalls zwischendurch als geschmackvolles Stilmittel ein.

Aber bei Eick und seinem mit gleich zwei Schlagzeugern besetzten Quintett sind es die vor allem die ganzen starken Melodien, die Nähe zum Pop, die auskomponierten, wunderschön gestalteten Stücke, die seine Kunst ausmachen.

Verhangen wirkt sein Trompetenspiel oft, ein wenig wie mit Dämpfer gespielt, den der knapp 32-Jährige gar nicht für sein Instrument verwendet. Aber auch strahlend klar erklingt seine Trompete und veredelt und verstärkt, was seine Mitmusiker ihm zuliefern. Und das waren im Stadtgarten neben vielschichtig vorantreibenden Rhythmen vor allem Melodien, die gleich im Ohr haften bleiben. Melodien zwischen Verträumtheit und losbrechender Energie, die beim Zuhören unweigerlich packen.

Text & Fotos: cg


CD-Tipp

Mathias Eick „Skala“ (ECM/Universal)