Das Augsburger Friedensfest zu Gast in der Kulturhauptstadt

Essen, 8.8.2010 | Am Sonntag nachmittag überbrachte eine Delegation der Stadt Augsburg u.a. mit dem diesjährigen Friedenspreisträger Helmut Hausmann und dem Kulturreferenten Thomas Weitzel in der Alten Kirche Altenessen der Kulturhauptstadt ein Gastgeschenk.

Anlaß hierfür war das Angebot von Oliver Scheidt an die bei der Wahl zur Kulturhauptstadt 2010 "unterlegenen" Städte, sich als "national Heroes" am kulturellen Angebot von Ruhr 2010 zu beteiligen. Dies hat die Stadt Augsburg gerne aufgegriffen und dieses einmalige Konzert in der wunderbaren Kulisse der alten Kirche in Altenessen geschenkt. Vertreter von Ruhr 2010 waren allerdings nicht zugegen.

Das Ensemble "Common Language, Common Sense" mit Tiger Okoshi (Japan, Trompete), Biliana Voutchkova (Bulgarien, Violine), Bob Degen (USA, Klavier), Ron Mahdi (USA, Kontrabass), Yoron Israel (USA, Schlagzeug) und Wolfgang Lackerschmid (Deutschland, Vibraphon und Leitung) war nur für diese beiden Anlässe zusammen gekommen und hatte für das Friedensfest gemeinsam neue Stücke komponiert. Diese wurden traditionell am Vorabend des Friedensfestes in Augsburg und am Sonntag in Essen einem begeisterten Publikum in zwei Weltpremieren präsentiert. Dabei trugen alle sechs Musiker Kompositionen bei, die stilistisch durch ihre unterschiedlichen musikalischen Wurzeln ihrer Herkunft geprägt waren.

Zuvor präsentierten Schirin Partowi und Rafael Cortés Weltmusik. Schirin Partowi, eine in Hagen lebende Perserin mit einem starken Interesse an Fragen des interkulturellen und interreligiösen Dialogs, sang solo eigene Lieder.

Mit seinem kraftvollen und lebendigen Spiel präsentierte Rafael Cortès Flamenco der Extraklasse. Der gebürtige Essener hatte seinen ersten Auftritt bereits mit 10 Jahren in der Zeche Carl. Am Sonntag nun spielte er zusammen mit seinem Sohn vor einem begeisterten Publikum.

Dieser Sonntag nachmittag wird den zeitweise weit über 200 Gästen dank der wunderbaren Inszenierung des Koordinators Willi Overbeck und den exzellenten Musikern noch sehr lange in Erinnerung bleiben. Den Machern von ruhr2010 war diese Veranstaltung, zu der man praktisch selber geladen hatte, möglicherweile nicht medienwirksam genug um teilzunehmen.

Ein Interview mit dem Koordinator der Veranstaltung Will Overbeck mit weiteren Informationen findest Du hier...

Text & Fotos, bz