Weltmusikpreis RUTH 2015 |

Eurasians Unity

Köln, 19.04.2015 | Das von Caroline Thon initiierte Projekt Eurasians Unity erhält in diesem Jahr den renommierten Weltmusikpreis RUTH 2015. Der Hauptpreis geht an die Musikerinnen aus Bulgarien, Deutschland, Iran, Libanon, Polen und Usbekistan, weil sie Völkerverständigung auf hohem künstlerischem Niveau praktizieren.... der Hauptpreis wird an Musiker vergeben, die in den letzten Jahren durch ihre künstlerische Arbeit Maßstäbe gesetzt haben., so die Jurybegründung.

Der erste Impuls war eine Ahnung, welch reichhaltige und vielfältige kulturelle Schätze sich ausserhalb der europäischen Musiktradition in anderen Regionen dieser Erde befinden!

Von der Tatsache, dass z.B. die arabische Musik schon im 9.Jahrhundert die Heilkraft von Melodien(Maquams) entdeckt hat, über die spirituell/religiöse Ebene bis hin zur reichhaltigen Polyrhythmik Bulgariens. Zudem ergeben sich die vielfältigsten Organisationsformen der in jeder Art von Musik enthaltenen Parametern Melodie, Rhythmus, Harmonie und Ausdruck.

Es geht also um eine neugierige und respektvolle Auseinandersetzung auf der wunderbaren Ebene der Musik!

Indem diese aller Musik innewohnenden Parameter wie bei einem Blick durch ein Prisma, also die spezifischen Teilnehmer von „Eurasians Unity“, neu durchmischt werden soll ein gegenseitiger kultureller Austausch für Musikerinnen und Zuhörer angestrebt und als Konzerterlebnis erlebbar werden.

Die Auswahl der Musikerinnen und Musiker für „Eurasians Unity“ wurde durch den Wunsch bestimmt, die besten Voraussetzungen für einen intensiven musikalisch-kulturellen Austausch mit größtmöglicher Offenheit zu schaffen!

So sind allen Teilnehmern ein reichhaltiger Erfahrungsschatz in der Zusammenarbeit mit internationalen Künstlern und der damit verbundenen Offenheit gegenüber dem „Andersartigen“ oder „Fremden“ gemein. Auf der anderen Seite sind ein Teil der Künstlerinnen und Künstler mit der Kultur ihres Landes und ihren folkloristischen Elementen stark verbunden während ein anderer Teil ein europäisch fundiertes Jazzstudium abgeschlossen hat. Die Folklore des jeweiligen Landes trifft auf Jazz-Idiome gepaart mit der größten Freude an der gemeinsamen Improvisation!

Beim renommierten Jazz-Festival „Women in Jazz“ 2014 fand Dank der Unterstützung des Goethe-Instituts, dem Auswärtigen Amt und der Kunststiftung Sachsen-Anhalt eine von 650 Zuschauern mit „standing ovations“ gefeierte Uraufführung in der Alten Oper in Halle (Mitschnitt MDR) statt, damals noch unter dem Titel „Jazz aus der eurasischen Mitte“.