CHRIS HOPKINS meets his piano friends feat. BERND LHOTZKY |

Jazz & Classics an zwei Flügeln

Fotos: Sascha Kletzsch

Bochum, 03.08.2015 | Chris Hopkins und Bernd Lhotzky bilden seit nunmehr 20 Jahren ein kongeniales Gespann und zählen heute jeder für sich zu den weltweit führenden Vertretern des klassischen Jazz Pianos. Gemeinsam gründeten sie 1997 das international erfolgreiche und mehrfach preisgekrönte Quartett „Echoes of Swing“ und touren darüber hinaus regelmäßig als Solisten um den Globus. Die Begegnungen der beiden Virtuosen an zwei Flügeln - stets gewürzt mit einer humorvollen Moderation und spontanen Bühnenpräsentation - haben längst Kultcharakter. Neben allen wichtigen Stilen des Classic Jazz stand von Anfang an insbesondere das Harlem Stride Piano im Zentrum des gemeinsamen Interesses. Das Stride Piano ist ein klangfarbenreicher, vor Energie und Spielwitz überbordender Klavierstil, dabei höchst raffiniert, voller Nuancen und feiner Schattierungen. Vom Pianisten verlangt das absolute Stilsicherheit und ein Höchstmaß an Instrumentenbeherrschung. An zwei Flügeln zelebriert, wird diese Musik zu einer kammermusikalischen Herausforderung ganz besonderer Art, der ein gewisser sportlicher Aspekt nicht abzusprechen ist. Neben den stilbildenden Kompositionen der Pioniere des Genres, stehen intelligente Bearbeitungen unzähliger Standards aus dem Great American Songbook auf dem Programm, unvergessene Kompositionen großer Songwriter wie Cole Porter, George Gershwin oder Irving Berlin.

Eine besondere Spezialität des Tandems sind swingende, dabei immer geschmackvolle Bearbeitungen von Vorlagen aus der europäischen Klassik und Romantik. Auch in diesem Idiom kann bei allem gebotenen Respekt sehr wohl improvisiert werden. Damit setzen Bernd Lhotzky und Chris Hopkins auf ihre ganz eigene Art die Kunst der Transkription fort, die Ende des 19. Jahrhunderts von europäischen Meistern wie Sergei Rachmaninow, Franz Liszt oder Leopold Godowsky zu Perfektion getrieben wurden. Diese humorvolle und kreative Auseinandersetzung mit dem europäischen Repertoire stellt im klassischen Konzertbetrieb eine erfrischende Ausnahme dar.

Mo, 14. September 2015 (19:30) BOCHUM, Kunstwerkstatt am Hellweg

Di, 15. September 2015 (19:30) BOCHUM, Kunstwerkstatt am Hellweg

Mi, 16. September 2015 (19:30) BONN, Klavierhaus Klavins

Do, 17. September 2015 (20:00) DÜSSELDORF, Steinway-Haus

Fr, 18. September 2015 (20:00) BIELEFELD, Jazzclub / Alte Kuxmann-Fabrik

So, 20. September 2015 (11:00) KÖLN, Steinway & Sons

So, 20. September 2015 (17:00) DORTMUND, Konzerthaus / Stadtfoyer