„Nur Fort“ | Lisa Bassenge am 17.2. im Konzerthaus

Gelsenkirchen, 5.2.2011 | Schon seit vielen Jahren verwöhnt Lisa Bassenge mit ihrer Mischung aus eigenwillig interpretierten Cover-Songs und eigenen Stücken. Bisher sang sie dabei zumeist auf Englisch. Mit der neuen Platte „Nur Fort“ (Minor Music/in-akustik) hat die Berliner Sängerin sich bis auf eine Ausnahme der deutschen Sprache und neben Jazz und Pop auch dem Chanson zugewandt. Über „Nur Fort“ und ihren Auftritt in Dortmund sprach ruhrjazz.net mit Lisa Bassenge.

Frage: Freust du dich schon auf den Auftritt in Dortmund?                      
Bassenge: Ja, ich freue mich vor allem auf die ganzen gemeinsamen Konzertabende mit dem Trio von Jacky Terrasson. Ein toller Musiker, den ich dann ja wohl endlich auch mal persönlich kennenlernen werde.
Frage: Du wirst auf der Tour und in Dortmund das Programm der neuen Platte spielen, oder?
Bassenge: Auf jeden Fall spielen wir das deutsche Programm. Vielleicht auch noch ein, zwei alte Titel.
Frage: Wie kam es zu der Idee, nach bisher englischsprachigen CDs eine deutsche aufzunehmen?
Bassenge: Wir hatten schon angefangen, Songs auf Englisch zu schreiben. Einer ist ja auch auf der neuen Platte gelandet. Aber dann war es irgendwie eine ganz organische Entwicklung, an deutsche Stücke und Texte heranzugehen.   
Frage: Neben eigenen Stücken sind interessante und großartige Coverversionen auf dem Album. Etwa Udo Lindenbergs „Leider nur ein Vakuum“, Joachim Witts „Kosmetik“ oder der Knef-Klassiker „In dieser Stadt“, die sich alle nicht hinter den Originalen verstecken müssen. Wie hast du die Songs ausgewählt?
Bassenge: Ach, diese Songs begleiten uns schon eine Weile, wir hatten einfach einen Bezug zu ihnen. Mein Bassist Paul Kleber hat sie übrigens arrangiert.
Frage: Und sie funktionieren prima! Auch in der Reihenfolge, wie sie auf der CD zu hören sind.
Bassenge: Das hat uns schon jemand gesagt. Schön zu hören. Wir haben auch lange über die Reihenfolge der Songs nachgedacht und letztendlich hat uns jemand von der Plattenfirma bei der Entscheidung geholfen. 
Frage: Bleibt Deutsch nun die Sprache für deine zukünftigen musikalischen Projekte? 
Bassenge: Mir macht es großen Spaß, in Deutsch zu singen. Und ich merke, dass ich damit näher zu mir hin gekommen bin. Es ist eben meine Muttersprache. Und deswegen werde ich auch mit deutschem Gesang weitermachen. 

Text & Fotos: cg

Termine:
17.02.: Dortmund, Konzerthaus 
18.02.: Düsseldorf, Savoy Theater
(jeweils Doppelkonzerte mit dem Jacky Terrasson Trio im Rahmen der Konzertreihe „JazzToday“)  

 

 


CD-Tipp:

Lisa Bassenge „Nur Fort“ (Minor Music/in-akustik)