Festivals in NRW

Das JOE-Festival geht neue Wege |

Ambitioniertes Programm und neue Kooperationspartner in der Zeche Carl

Text: Stefan Pieper

Essen, 17.01.2019 | Noch im letzten Jahr waren die Kooperationen zwischen der Jazzoffensive Essen und der Zeche Carl eher punktuell – erfolgreich genug waren sie, dass für die aktuelle Ausgabe des JOE-Festivals ein logischer Schritt vollzogen wurde: Das aktuelle JOE Festival 2019 vom 17.-19.Januar ist eine echte Koproduktion zwischen der Jazzoffensive und der Zeche Carl, wo Konnie Vossebein seit Jahren die Jazz-Geschicke leitet.

Damit das Haus auch voll wird, hat die Jazzoffensive nach Kräften die Werbetrommel aktiviert, damit auch überregional bekannt, dass Essen der Melting Pot der freien aktuellen Musik sein wird. Neue Medienpartnerschaften wurden installiert, der Nachrichtenausstoß umfasste auch dpa-Verteiler. Genauo muss man es machen!

Viel Neues wird beim JOE-Festival zu erleben sein. Das heißt auch, dass es einen exquisiten Nebenschauplatz gibt: Am Eröffnungabend gibt der Improvisationsmusiker Kit Downes ein Recital in der Altenn Kirche Altenessen, wo eine gerade frisch restaurierte Konzertorgel für alle improvisatorischen Abenteuer des New Yorkers bereit steht. Die Alte Kirche Altenessen ist übrigens auch ganz offiziell als Kooperationspartner mit im Boot. Besonders freuen sich die Essener auch über ein Gastspiel des schwedischen Saxofonisten Bobo Stenson, der mit seinem Trio nach Essen anreist. Eine der angesagtesten Kölner Newcomer-Bands ist „Salomea“ um die Frontfrau Rebekka Salomea Ziegler, die das Festival im Donnerstagabend eröffnet. Mit von der Partie ist das deutsch-französische „qöölp“-Quartett -und dann hat schon wieder die freie Improvisation das Wort, wenn der Gitarrist Ronny Graupe auf Saiten und Effektgeräten aufspielt. Aus dem Umfeld der Folkwang-Hochschule kommt der Posaunist Moritz Anthes, der mit der Formation „piepen en kranken“ für außergewöhnliche Klangerlebnisse sorgt. Den Blick nach Asien wagt ein Duo aus Rieko Okuda und Hanna Schörken, während Saxophonist Daniel Erdmann, Theo Ceccaldi (Violine) und Jim Hart (Vibraphon) für eine „Velvet Revolution“ sorgen. Jim Hart sitzt gleich noch mal am Schlagzeug, wenn Bex Burch, Frontfrau der Londoner Combo „Vula Viel“.

Wie immer denken die MacherInnen des JOE-Festivals auch an die ganz junge Zuhörerschaft beim traditionellen Kinderkonzert am Samstag, 19. Januar um 15 Uhr. „Hier kommt keiner durch“ heißt es frei nach dem Kinderbuch von Isabel Minhós Martins und Bernardo P. Carvalho.

Verantwortlich zeichnen die Theatermusiker Martin Engelbach und die Schauspielerin Elisabeth Hoppe. Das 23. joe-Festival läuft vom 17. bis 19. Januar 2019 auf Zeche Carl, Wilhelm-Nieswandt-Allee 100. Das Festivalticket kostet im VVK 45/erm. 30 Euro, an der Abendkasse 48/33 €. Das Tagesticket gibt’s für 20/erm. 15 €, an der Tageskasse 21/16 €. Tickets gibt’s an allen Vorverkaufsstellen, auf der Zeche Carl und online zechecarl.reservix.de/events