ZEITINSEL MICHAEL WOLLNY |

3 Tage im Konzerthaus

Dortmund, 03.04.2017 | Michael Wollny: Musik-Erfinder, Querdenker, Sympathieträger. So wie er spielt niemand Klavier. Sein Markenzeichen: das Unberechenbare, die Suche nach dem bisher Ungehörten, der Mut, sich dem Moment hinzugeben. Für ihn ist Jazz vor allem als die unbegrenzte Vielfalt der Möglichkeiten definiert. Im Mai 2017 gibt die dreitägige Zeitinsel Michael Wollny im Konzerthaus Dortmund diesen Möglichkeiten Raum, wenn alles um das Thema Improvisation kreist.

Wer einmal in Wollnys Bann gerät, der befreit sich so schnell nicht wieder. Und weil das allgemein bekannt ist, bietet sich direkt nach dem ersten Zeitinsel-Konzert die Chance, ihm noch näher zu kommen als bei seinen Improvisationen im Konzertsaal: Im Eingangsfoyer des KONZERTHAUS DORTMUND wird DJ Leafcutter John zu später Stunde ein Remix der Liveaufnahme des Konzerts präsentieren. Ein Muss für Konzertgäste und Nachtschwärmer, die erst später dazustoßen wollen.

05.05. Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens

Zum Auftakt der Zeitinsel lädt Michael Wollny zum Gruseln ein: Mit dem Norwegischen Bläserensemble improvisiert er live zu dem Stummfilmklassiker »Nosferatu« aus dem Jahr 1922 – ohne Netz und doppelten Boden.

Det Norske Blåseensemble, Geir LysneLeitung, Michael Wollny und Eric Schaefer

Direkt im Anschluss: Elektronikkünstler Leafcutter John unterzieht die gerade gehörten »Nosferatu«-Improvisationen einemRemix.


06.05. Michael Wollny Trio & Vincent Peirani

Am zweiten Abend der Zeitinsel bekommt das Michael Wollny Trio Gesellschaft vom französischen Akkordeonisten Vincent Peirani. Der klassisch ausgebildete Musiker mischt seit Jahren die französische Jazzszene auf und steht ebenso wie Wollny für die grenzenlose Freiheit auf der Bühne: vier Virtuosen, offen in alle Richtungen, immer auf der Suche nach dem Unerhörten – das ist Jazz.


06.05. Nachtgesang

Michael Wollny geht auf Streifzug in seiner Klangbibliothek – mit dabei in dieser Nacht: Konstantin Gropper, Frontmann von Get Well Soon und bekannt für seine überaus romantischen, allegorischen Songs voller Dramatik und Nachthimmel. Mit Anverwandlungen eigener Songs ebenso wie mit Adaptionen großer Kunstlieder von Schubert und anderen definieren Gropper und Wollny das Format Liederabend in diesem einstündigen Nachtkonzert neu.


07.05. Goldberg Tangenten

Johann Sebastian Bach – Glenn Gould – Thomas Bernhard – Michael Wollny: Mit seinen »Goldberg-Tangenten« berührt Michael Wollny mehrfach den Kosmos der Goldberg-Variationen und ihrer Rezeption, insbesondere in der Sprache Thomas Bernhards. Dessen Rhythmus, Wiederholung und Variation sind Wollny Inspiration für seine eigene Annäherung an Bachs großen Variationen-Zyklus.


07.05. Wunderkammer XXL

»Der aufregendste Jazzpianist Deutschlands« titelte »Die Welt« nach Erscheinen von Michael Wollnys CD »Wunderkammer« im Herbst 2009. Mit der hr-Bigband kehrt er nun zu diesen Eigenkompositionen zurück, die zwischen Jazz und Minimal Music schweben, und gestaltet sie in komplexen Orchesterarrangements ganz neu aus – Filigranität trifft Breitwandsound.

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