Monk, Schlippenbach und das Schmiede-Syndikat |

Prominenter Gast in der Altstadtschmiede

Text: Stefan Pieper

Recklinghausen, 08.03.2016 | Bevor es in die Osterferien geht, wird die Recklinghäuser Altstadtschmiede noch einmal zum Hotspot des aufklärerischen Jazz: Erwartet wird kein geringer als Alexander von Schlippenbach, einer der querdenkerischsten Pianisten, den die deutsche Szene hervor gebracht hat. Eine von Schlippenbachs lebenslangen Inspirationsquellen ist die Auseinandersetzung mit Thelonious Monk. Schönklang gibt es in diesem Kosmos weniger, dafür Ecken und Kanten umso mehr und noch viel mehr geniale Ideen, die heute in unzähligen Standards und im Wirken vieler Nachkommen immer weiter fortleben: Also hätten auch Alexander von Schlippenbachs fantasiegesättigte Improvisationen ohne die vielen charakteristischen Monk-Einflüsse wohl kaum ihre besondere Färbung. Schlippenbach, der bereits 1999 zusammen mit Rudi Mahall Monks Gesamtwerk (!) aufführte, hat unlängst ein ganzes Monk-Album für das Intakt-Label eingespielt.

Im Geiste Thelonious Monks vereint sich in der Altstadtschmiede der Berliner Pianist mit dem Recklinghäuser Schmiede-Syndikat. Dieses besteht an diesem Abend aus Ingo Marmulla, Gitarre, Kerstin Fabry, Altosax, Dennis Toborg, Tenorsax, Fabian Walter, Baritonsax, Bernd Westhoff, Trompete, Christoph Damm, Posaune unhd Raimond Ekbolt, Gitarre.

Donnerstag, 17.3.2016, Recklinghausen Altstadtschmiede

Alex von Schlippenbach + Schmiede Syndikat - Music of Thelonius Monk