CD-Besprechung

Oliver Lutz |

Poolparty

Text: Hans-Bernd Kittlaus

Köln, 30.08.2016 | Nachdem der Kölner Bassist Oliver Lutz mit “Signal“ (Unit Records) 2014 eine beachtliche Debut-CD auf dem akustischen Baß vorlegte, folgt jetzt mit “Poolparty“ der Nachfolger mit gänzlich anderem Sound. Hier stehen Grooves und der E-Bass im Vordergrund, Oliver Lutz‘ erstes Instrument, das er sehr funky zu bedienen versteht, etwa in “Kobayashi Maru“. Der Name der CD drückt schon aus, dass es um Fun und Dance Music geht, allerdings ohne dass Lutz‘ acht Kompositionen zu seicht werden. Simon Seidl swingt gehörig auf dem Fender Rhodes, Vitaliy Zolotov spielt seine E-Gitarre recht melodieorientiert, Schlagzeuger Oliver Rehmann treibt die Musik abwechslungsreich voran, und Matthew Halpin setzt immer wieder solistische Akzente auf dem Tenorsaxofon, etwa in “Cito“. Als Gäste sind Christoph Möckel mit inspiriertem Sopran-Solo auf dem rockigen “Steadfast Love“ und Pablo Held auf dem Titelsong dabei, der am Synthesizer die Ambienz prägt. Insgesamt stellt “Poolparty“ eine gelungene Reminiszenz an den Jazz-Rock der 1970er und 80er Jahre dar, ein Update ins Jahr 2016, das Spaß macht, nicht nur am Pool.

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