Festivals in NRW

Es gibt noch Tickets! |

Das 45. Moers-Festival beginnt am Freitag

Fotos: Ojah Media Groug (Cassandra Wilson), Helmut Berns (Carolin Pook)

Moers, 11.05.2016 | Am Freitag wird das 45. Moers-Festival eröffnet. Kurzentschlossene können bis unmittelbar vor dem Festival, also bis zum 13. Mai um 16 Uhr noch ein Vorverkaufsticket über die Festivalwebsite oder eine andere Vorverkaufsstelle buchen. Ein Festivalticket beinhaltet auch eine Gratis-Option zur Nutzung des Campinggeländes. Wohnmobilisten steht wie immer das idyllische Platanenwäldchen zur Verfügung.

Soviel vorab zu den praktischen Gegebenheiten. Es hat kurzfristig noch eine Programmänderung gegeben: Mit Sam Amidon gibt es einen zusätzlichen Programmpunkt für den Festivalfreitag. Die schlechte Nachricht: Jóhann Jóhannsson musste sich ins Krankenhaus begeben und hat auf Anraten seiner Ärzte die Reise nach Moers für die kommende Woche abgesagt. Auf Jóhannsons eigenen Wunsch soll dessen Musik- und Filmprojekt „End of Summer“ aber trotzdem live auf der Bühne realisiert werden.

Einmal mehr soll das Moers-Festival zum „Gegenentwurf einer Welt werden, in der Menschen dabei sind, wieder Grenzzäune hochzuziehen“. In diesem Jahr erfährt das Festival am Niederrhein eine besondere internationale Beachtung: Auf Einladung des Auswärtigen Amtes in Berlin und des Goethe Instituts in München wird eine internationale Delegation aus 18 Fachleuten aus fünf Kontinenten das moers festival 2016 besuchen. Der Besuch des Festivals in Moers ist Anlass, Abschluss und Höhepunkt einer einwöchigen Themenreise „Music from Germany – Musical Homeland Germany“. Die Delegation wird am Pfingstfreitag in Moers eintreffen und drei Tage in der Stadt bleiben.

Den Festivalauftakt gestaltet die Kölner/New Yorker Violinistin Carolin Pook mit einem Oktett aus 8 Musikerinnen, die simultan Geige und Schlagzeug spielen, aufbietet. Eine der zurzeit aufregendsten Pianistinnen zwischen freier Improvisation und Neuer Musik ist die Slowenin Kaja Draksler, die in Moers im Duo mit der Trompeterin Susanne Santos Silva aufspielt. Eine Landsfrau von ihr, nämlich die Sängerin Maja Osojnik bringt eine dunkle Song-Poesie nach Moers. NRWs Jazzszene ist im Hauptprogramm ebenfalls gut präsent: Eine frische Bigband aus Köln, nämlich das „Subway Jazz Orchestra“ zeigt aktuell den großen etablierten Klangkörpern, wo der Hammer bei den Großformaten hängt. Einige ehemalige Moerser „Improvisors in Residence“ hat der Bassist Tim Isfort mit seinem „Zapptett“ vereinigt. Aus Düsseldorf kommt der Pianist, Keysboarder und Klangkünstler Volker Bertelmann, der unter dem Künstlernamen Hauschka viel bekannter ist. Vor allem in seinen Duo-Projekten lotet er überraschende Schnittstellen zwischen Neuer Musik, Popkultur oder Jazz aus. In Moers improvisiert er im Duo mit dem finnischen Perkussionisten Samuli Kosminen. Dies war „seine“ Wunschbesetzung für Moers.

Prominenz aus den USA kommt nach Moers: Cassandra Wilson ist zurzeit in einem sehr gitarrenlastigen Bandprojekt „Harriet Tubman & Cassandra Wilson present Black Sun“ aktiv. Diese Band steht für viel zupackende Livepräsenz, die sich auch in Moers bestens entfalten dürfte.

Komplettes Programm unter

www.moers-festival.de