„Die freuen sich, wenn sie was anderes hören!“ |

Tobias Hoffmann mischt Diskurse

Text: Stefan Pieper | Fotos: Gerhard Richter

Köln, 25.11.2015 | Der Gitarrist, Komponist und Improvisator Tobias Hoffmann sei ein „passionierter Diskursmischer“, schreibt der WDR über den frischgebackenen Preisträger des WDR-Jazzpreises. Mit diesem Preis zeichnet der WDR die Vielfältigkeit der regionalen Jazzszene in NRW aus. Tobias Hoffmann, 1982 in Remscheid geboren, konnte die Fachjury in der Gattung „Improvisation“ bestens überzeugen. Und man darf schon jetzt gespannt sein auf seinen Auftritt beim Preisträgerkonzert im Rahmen des WDR 3 Jazzfestes am 29. Januar 2016 in Münster. Einen aufgeweckten Diskurs pflegte Hoffmann schon jetzt beim intensiven Hintergrund-Gespräch mit nrwjazz.

In diesem Jahr bist Du ja wirklich mit Preisen reich gesegnet. Was hat dir der Echo Jazz gebracht, den Du im Frühjahr erhalten hast?

Vor allem mehr Aufmerksamkeit. Die Leute gehen schneller ans Telefon. Es ist aber jetzt nicht so, dass man mir jetzt wegen Konzertanfragen die Tür einrennt. Ich muss schon selber die Leute drauf aufmerksam machen. Aber ein Preis, wie der Echo ist auf jeden Fall eine edle Auszeichnung. So etwas wirkt wie eine Art Qualitätssiegel, wenn man bei Veranstaltern anruft. Ein Preisgeld gibt es hier zwar nicht, aber man sollte für alles dankbar sein was passiert.

Und wie ist das mit dem WDR Jazzpreis?

Den bekomme ich im Januar 2016 in der Sparte Improvisation. Darüber freue ich mich natürlich sehr. Das ist ein sehr gutes Gefühl wenn von solcher Stelle die eigene Arbeit honoriert wird. Hier gibt es dann auch ein schönes Preisgeld, worüber ich sehr glücklich und erleichtert bin, weil mir das einfach die Möglichkeiten verschafft, weiter an bestimmten Projekten zu arbeiten. Dass der WDR jedes Jahr dieses Preisgeld an einen Musiker verteilt, ist wirklich sehr viel wert, denn das fließt zum größten Teil in verschiedenster Form ja wieder in die Szene hinein und so profitieren immer mehrere als nur der eine der den Preis erhält.

Wie wird man für den WDR Jazzpreis ausgesucht. Wie sind sie auf dich gekommen?

Beim WDR Jazzpreis muss man sich, wie übrigens beim Echo Jazz auch, bewerben. Das habe ich gemacht. Der WDR Jazzpreis wird jedes Jahr neu ausgeschrieben und man schickt dann Hörproben seiner Musik. Eine Jury des WDR wählt dann die Gewinner aus.

Ihr habt ja als Klaeng-Kollektiv ein eigenes Label. Wie läuft die Tonträgerproduktion?

Jeder Musiker hat alles in der eigenen Hand. Man muss sich ums Artwork kümmern, natürlich fertig gemischte und gemasterte Musik haben, die CDs/LPs selber beim Presswerk bestellen, man muss die Presse bemustern, selber die Bestellungen zur Post bringen. Das ist alles viel Arbeit. Unser Label bietet sozusagen lediglich die Plattform um selber ein Album herauszubringen.

Hast Du insgesamt das Gefühl, genug Raum für deine künstlerische Verwirklichung und das ganze drumherum zu haben?

Also ich nehme mir schon Zeit fürs Musikmachen, das passiert bei mir auch irgendwie von alleine. Musik ist meine Leidenschaft und im Prinzip auch mein einziges Hobby, so dass ich jede freie Minute mit Gitarre spielen und Musik hören verbringe. Es fehlt allerdings immer an Zeit für Organisation. Es ist ein Fass ohne Boden wenn man sich selber managet. Angefangen von E-Mails, Terminabsprachen und allem Organisatorischem drumherum, zum Beispiel für eine Tour. Wann fährt man los, wo schläft man, wann ist Soundcheck, gibt es essen usw.? Und dann die ganze Arbeit übers Internet. Da kann man unendlich viel machen, und da fehlt es einfach an Zeit. Je mehr man macht, desto mehr passiert auch.

Wie ist das Leben auf Tour?

Wenn man auf Tour ist, hat man plötzlich viel Zeit. Die langen Fahrten und und das viele Warten. Zuhause verbringt man jede Minute mit dem Planen. Natürlich haben wir alle auch unterwegs Computer dabei und arbeiten zwischendurch. Aber ich versuche das dann auszublenden und nur das Nötigste zu machen. Das ist auch wichtig, damit man abends auf der Bühne nicht an Sachen denkt, die man morgen erledigen muss.

Wenn ich mir deine letzten Platten anhören, „11 Famous Songs Tenderly Messed Up!“ und „Love Surf Music“, dann nehme ich schon wahr: Hier denken Musiker an ein Publikum und arbeiten eine Botschaft mit Wiedererkennungsfaktor aus.

Ja und Nein. Ich denke schon auch ans Publikum, weil das die Leute sind, für die wir spielen, die zu den Konzerten kommen und die die Platten kaufen. Das sollte man nicht als selbstverständlich erachten. Diese Gedanken passieren bei mir aber immer erst nach der Musik. Ich sehe es als einen Glücksfall, dass ich gerne eine Art von Musik mache, die auch beim Publikum gut ankommt. Ich mache wirklich das, worauf ich Lust habe und was ich am besten kann. Ich konzentriere mich in letzter Zeit sehr auf meine zwei Hauptprojekte mein „Tobias Hoffmann Trio“ und die „Expressway Sketches“ und die Reaktionen auf diese letzten Platten sind unglaublich gut. Die Leute fahren alle drauf ab. Da wurde mir auch zum ersten mal klar, wie schön das ist, wenn sich die Leute so richtig über die Musik freuen. Man muss natürlich aufpassen und ist schnell in der Ecke, dass man sich anbiedert, das möchte ich auf keinen Fall machen.

Trotzdem finde ich, wenn man eine bestimmte Art von Musik macht und es die Möglichkeit gibt, diese geschickt aber stilvoll an die Leute heranzutragen, kann man das ruhig machen. Deshalb haben wir auch z.B. bei der Trio Platte das John Mayall Bluesbreakers Cover kopiert oder haben beim „Love Surf Music“-Programm die Anzüge an. Das sind natürlich Sachen, die nur in zweiter Linie mit der Musik zusammen hängen, aber die die Leute aufmerksam werden lassen und die es ihnen erleichtern, die Musik zu greifen. Das ist wie ein schöner Rahmen für ein gutes Bild.

Warum gerade Surfmusic aus den 1960er?

Ich höre sehr viel Musik aus dieser Zeit. Als elektrischer Gitarrist kommt man ja auch gar nicht an dieser für unser Instrument entscheidenden Epoche vorbei. Und ich finde die Schnittmenge von instrumentaler Surf Music und Jazz sehr spannend. Da gibt es viel zu entdecken. Es gab ja damals ja noch sehr viel Instrumentalmusik und bei vielen Sachen ist nicht klar was das jetzt eigentlich für ein Style ist. The Ventures haben „Caravan“ von Duke Ellington gespielt, „Walk Don’t Run“, einer der größten Surf Hits, wurde vom Jazzgitarristen Johnny Smith komponiert, Barney Kessel, der mit Charlie Parker spielte, hat eine herrliche Platte gemacht „Bossa Nova“ wo er mit einem sehr twängy Sound Jazz Standards, aber auch alte Schlager spielt, was ja in vielen Fällen sowieso das gleiche war. Speed West und Jimmy Bryant sind sowas wie Cowboy Versionen von Lee Kontitz und Warne Marsh. Das sind Zusammenhänge, die ich sehe, selbst wenn sie die Protagonisten dieser Musik garnicht so sehen würde. Und manchmal ist es ja auch einfach spannend und auch witzig sich solche Verbindung zu erfinden, zu konstruieren. Das bringt mich auf neue Ideen.

Ihr wart ja unlängst mit „Expressway Sketches - Love Surf Music“ auf Tour. Wie hast Du die Liveauftritte und Locations erlebt?

Sie waren sehr unterschiedlich. Wir haben bei einem ganz kleinen, aber sehr feinen Jazzfestival gestartet. Ganz intime Atmosphäre, so ca 50. Zuschauer, die gesessen und zugehört haben. Eine ganz tolle Veranstaltung, die von Privatleuten organisiert wird. Der Abend danach war in Bayreuth auf dem Campus. Da hat nachher noch ein DJ Surfmusik aufgelegt und die Leute haben Party gemacht. Danach gab es in Berlin eine Art Heimspiel. Max wohnt ja dort und wir anderen kennen ja auch viele Leute in Berlin. Die Atmosphäre war toll und für uns die perfekte Mischung aus Entspanntheit und Konzentration im Publikum. Und zum Schluss gab es ein Gemütlichkeitskonzert am späten Sonntag Nachmittag. Wir haben sehr unterschiedliches Publikum erlebt. Es war sehr interessant über vier Konzerte zu sehen, wie unterschiedlich es jedes Mal wieder ist. Das beeinflusst auch immer wieder die Art und Weise, wie wir die Stücke interpretieren.

Ihr habt ja auch ein musikalisches Produkt, was sehr publikumswirksam ist und auch die Vorstellungen einer Jazzband über den Haufen wirft!

Die Musik ist zugänglicher, hat mehr Rhythmus und mehr Lautstärke im Vergleich zu vielen „normalen“ Jazzbands. Die E-Gitarre ist immer noch sehr populär und spricht viele Leute an, da hab ich einfach Glück. Ich finde es immer spannend, Anspruchsvolles mit Zugänglichem mischen. Die Grenzen sollen fließen, was hier jetzt Kunst und was Entertainment ist. Es ist spannend, mit diesen Parametern zu spielen. Eine bißchen Free Jazz auf der Studentenparty, oder dann wildes, primitives Abgerocke beim ernsthaften Jazzkonzert ist spannend und hat in den meisten Fällen sehr gute Auswirkungen. Die freuen sich ja alle, wenn sie mal was anders hören.

Was steht vom 26. bis 28. November beim Klaeng-Festival bevor?

Wir sind immer auf der Suche nach einer Zusammenstellung von Acts die gut funktioniert, aber trotzdem spannend ist. Die Jahr haben wir das Schlippenbach Trio, Knower, Mario Rom’s Interzone, Wayne Krantz, ein klassische Streichquartett und einiges mehr. Wird spannend.

Und mit dem Bujazzo gibt es ja auch eine echte Großbesetzung!

Niels Klein, ist ja Leiter des BuJazzO und zugleich Klaengster. So sind wir da dran gekommen. Aber Niels ist bei diesem Konzert nicht auf der Bühne, weil sie John Hollenbeck als Gast-Leiter dabei haben.

Lass uns über Klaeng reden. Wie war die Geburtsstunde dieses Kölner Kollektivs?

Wir haben alle sieben in verschiedenen Bands gespielt mit vielen Überschneidungen. Wir haben uns also sowieso sehr häufig gesehen. Alles kulminierte in der Band des Sängers Tobias Christl in der 6 von 7 Klaeng-Mitgliedern gespielt haben. Dann gab es in Berlin und in anderen europäischen Städten ja auch schon solche Kollektive, das haben wir uns natürlich angeguckt. Und dann gab es diese ganzen kleinen Konzertreihen in Köln. Viele von uns hatten bereits ihre eigene Reihe am laufen. Ich hatte zum Beispiel mit Tobias Christl eine Reihe namens Zockpalast in einer kleinen Bar. Jeder hatte also schon etwas auf die Beine gestellt, wo er nicht nur Musiker war, sondern auch Veranstalter oder Kurator. Also habe wir uns gedacht: gemeinsam sind wir noch stärker. Und durch die vielen Bands war klar, dass sich dieser Pool von Leuten einfach gut versteht und das das eine gute Basis für eine Zusammenarbeit sein würde, wenn man so ein Kollektiv gründet.

Waren ökonomische Überlegungen im Spiel?

Am Anfang standen vor allem sehr idealistische Gedanken. Wir wollten Träume verwirklichen, ein Festival organisieren, eine Konzertreihe machen und ein Label gründen. Dafür braucht man natürlich Geld und uns war schon klar, wenn man zu siebt bei den potentiellen Förderern aufläuft und Geld beantragt, dass man so viel mehr Chancen hat dort etwas zu erreichen.

Ihr erreicht also gemeinsam mehr in punkto Wahrnehmung und Förderung?

Definitiv. Man hat auf jeden Fall mehr Power gemeinsam. Wir werfen alle unsere Erfahrungen und Erfolge in einen großen Topf. Und es ist gut, dass wir zu siebt sind, denn jeder von uns hat auch einen unterschiedlichen Draht zur Szene und so gerät die Sache nicht einseitig.

Macht euch das Kollektiv freier von Fremdbestimmungen?

Das weiß ich nicht. Ich glaube nicht, dass sich irgendwer von uns fremdbestimmt fühlt. Aber sicher gibt uns das Kollektiv Möglichkeiten und Freiheiten was zum Beispiel Auftrittsmöglichkeiten bei unseren eigenen Veranstaltungen oder Veröffentlichungen auf unserem Label angeht. Wir versuchen aber immer darauf zu achten, dass das alles nicht zu Klaeng-lastig wird. So haben wir zum Bespiel letztes Jahr bewusst alle auf einen eigenen Auftritt beim Klaeng Festival verzichtet.

Welche Kanäle nutzt ihr für die Selbstvermarktung?

Für das Label haben wir im Grunde genommen nur die Presse und Mundpropaganda. Wir kennen zum Glück viele Journalisten, denen wir unser Zeug schicken können und die meistens sehr schön über unsere Sachen berichten. Viele freuen sich glaube ich über den persönlichen Kontakt und den direkten Draht. Und dann muss man gucken, dass es sich herumspricht, dass man eine Fan-Basis aufbaut. Für das Festival machen wir natürlich auch Werbung in Form von Flyern & Plakaten.

Siehst Du in Facebook auch ein Medium zur Generierung von Publicity?

Ja natürlich, aber Facebook scheint mir ziemlich unberechenbar. Es ist schwer zu sagen, was von den eigenen Posts da draußen in der Welt ankommt. Und vieles, was auf Facebook rundgeht, schwimmt natürlich im eigenen Saft. Ein Großteil meiner Facebook-Freunde sind Musiker. Wenn ich irgendwas in die Welt hinaus schicke, was ich gerade tue oder wo ich spiele, ist das eine Information, die zur Hälfte nur an Kollegen geht. Was natürlich nicht verkehrt ist, weil das ja auch für Kollegen interessant sein kann. Aber das ist natürlich nichts, was für ein Publikum taugt. Die echten Menschen sind nämlich nicht alle bei Facebook so eifrig wie wir Musiker.

Daraus wollte ich hinaus mit der Frage. Ist Facebook nicht viel zu selbst-referentiell um als Schnittstelle zwischen Musikern und Publikum zu funktionieren?

Das ist richtig. Aber die gute Seite ist auch, dass Du einfach einen direkten Draht zu den Leuten hast, die sich für deine Sachen interessieren. Das hat auf jeden Fall seinen Wert. Das ganze ständig zu unterhalten ist aber sehr zeitintensiv. Die eigene Homepage muss natürlich auch sein und dann gibt es ja noch verschiedene Netzwerke Soundcloud, Bandcamp etc. Manchmal frage ich mich, ob das wirklich nötig ist. Man muss das ganze ja auch ständig aktuell halten und täglich dafür sorgen, dass es nicht auf so einer Seite wieder „alt“ aussieht. Da muss man dann auch wirklich abwägen was davon was bringt und wo man eine Zeit lieber spart.

Wird Klaeng öffentlich unterstützt?

Klaeng und Summer Klaeng werden von der Stadt Köln und vom Land NRW gefördert. Der WDR zahlt Geld dafür, dass er hier aufnimmt. Man braucht einfach eine externe Unterstützung. Konzerte in dem Zuschauerrahmen rechnen sich nicht von selbst, es sei denn man hätte Eintrittspreise ab 100 Euro. Und dann hätten wir keine Zuschauer mehr. Nur so können wir diese Festivals veranstalten. Nur allein durch Eintritt lässt sich so etwas nicht realisieren.

Sollte die öffentliche Förderung des Jazz verbessert werden?

Da sehe ich riesige Schieflagen. Allein die Kölner Oper bekommt etliche Millionen an Fördergeldern. Wenn wir davon nur einen Bruchteil bekämen, könnte die freie Jazzszene damit schon supertolle Sachen auf die Beine stellen. Mit der Spielstättenförderung ist ein guter Anfang gemacht, aber bundesweit für sämtliche Spielstätten für Jazz und für Pop ist dies natürlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Da geht vielleicht noch mehr.

Sollte es ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle Jazzer geben, die ja quasi Naturgesetz nicht von ihrer künstlerischen Arbeit leben können?

Das ist ja kein Naturgesetz, sondern liegt eher an den Gesetzen der Kulturpolitik. Jeder klassische Musiker, mal abgesehen von den paar Superstars, könnte ohne öffentliche Förderung nicht von seiner Künstlerischen Arbeit leben. Ob das Grundeinkommen die Lösung ist, weiß ich nicht. Ich bin kein Ökomom. Das wäre ja der Jazz-Sozialismus. Ein bißchen Konkurrenz tut dem Geschäft aber wahrscheinlich auch ganz gut. Selbst wenn sich irgendwann die Kulturförderung dazu entschließt den Jazz mehr in den Focus zu rücken werden davon nicht alle gleich profitieren. Aber natürlich ist es wichtig, dass wir uns als Jazzszene so vielfältig sie auch sein mag in dieser Sache geschlossen präsentieren. Wie der Kollektiv Gedanke nur noch eine Stufe darüber.

Wie bewertest Du das Verhältnis zwischen der Menge an Musikern in NRW und realen beruflichen Möglichkeiten hier?

Mehr Musiker brauchen wir hier in NRW wahrscheinlich nicht. Sonst frisst sich das System irgendwann selbst auf. Ich weiß es nicht, vielleicht regelt es sich aber auch von selbst. Grund zur Sorge geben natürlich die ganzen Umsonst und Eintritt frei Konzerte, wobei ich ja gestehen muss, dass das bei der Konzertreihe, die ich damals betrieben habe auch so lief. Da hab ich mir als junger Künstler auch keine großen Gedanken gemacht. Es ist ja auch eine wichtige Phase, durch die ein junger Musiker gehen muss, viele Konzerte in vielen verschiedenen Formationen spielen, sich präsentieren usw... Da sind dann Gagen auch erstmal nebensächlich, solange es irgendwie reicht. Wenn man dann älter wird und Familie hat, ändern sich solche Dinge und die Sichtweise darauf natürlich. Ich denke der Jazz ist auf einem guten Wege. Es wurde ja zuletzt wieder viel diskutiert, ob man diese Musik braucht etc. Wenn man sich dann heute anschaut, was auf der Szene alles los und wo meine Generation und auch schon die Nächste überall mitmischt und was da auf die Beine gestellt wird, sollte man eigentlich frohen Mutes sein. Da wird der Jazz entmufft und das müssen wir auch wieder an die Zuhörer und Zuschauer vermitteln.