No Blah-Blah! beginnt

Gelsenkirchen, 04.06.2010 | No Blah-Blah!, die Veranstaltungsreihe des jazzwerkruhr beginnt. Ein Programm, das aus der Zusammenführung von mehr als 200 Künstlern aus Deutschland, Europa und Überee entstand und 55 Veranstaltungen mit über 44 Kooperationspartnern umfasst.

Die Veranstaltungsorte sind so ungewöhnlich wie das Programm selbst: Kioske, Bahnhöfe, Innenstädte, Läden, Festivals, Theater und Clubs werden dabei bespielt. Wer allerdings genau wissen möchte was da geboten wird und was auf einen zukommt, der muss sich mit dem Programmheft ein wenig beschäftigen.

Da gibt es diverse Veranstaltungsreihen mit Titeln wie "Jazzwerkruhr under the palmtrees@the flying Grass Carpet" oder "Gesellschaftsraum: Immer regelmäßig, aber regelmäßig anders". Auf den ersten Blick - und das ist ja im Kulturangebot (leider) immer der wichtigste - kommt das Programm sehr intellektuell oder wie man heute sagt, verkopft daher. Man muss sich schon sehr intensiv mit dem doch arg textlastigen (No-Blah-Blah!) Programmheft auseinandersetzen, um zu verstehen, was wann wo und wie passiert.

Bei "Jazzwerkruhr under the palmtrees@the flying Grass Carpet" wird jazzwerkruhr das Musikprogramm zur Aktion "The Flying Grass Carpet" von Bart Cardinaal, Nadine Roos und Eddy Kaijser mitgestalten. Vom 1.-31.7.2010 wird hierbei der Willy-Brandt-Platz in Essen in einen Park verwandelt, der zu u.a. zum Picknick einlädt. Termine und Musiker werden noch bekanntgegeben.

Ein besonders Highlight wird sicherlich die Jazznacht am 19.6. im Essener Hauptbahnhof werden. Von 18:30 bis 24:00 Uhr bespielen 30 extravagante Musiker solistisch, in kleinen Formationen oder als Orchester den Bahnhof.

Im Rosttstr 5 Theater in Bochum trifft John-Denis Renken, André Nendza und Patrick Hengst von Mai bis Dezember an jedem 1. Mittwoch im Monat um 20:00 Uhr auf einen speziellen Gast.

Am 30.9. und 1.10. trifft sich Georg Graewe und sein grubenklang-Orchester im domicil mit 11 talentierten Musikern (New Generation) aus verschiedenen Teilen der Welt und am 28.11. in der Zeche Carl auf die Jazzoffensive Essen (JOE).

Ein Festival für elektronische Musik und digitale Kultur (?) wird am 22.10. im Dortmunder U stattfinden. Sanne van Hek (Trompeterin aus den Niederlanden) trifft sich dort mit dem Dortmunder Jim Campell (Kassetten ScratchDJ) und zwei handverlesenen Gästen.

Insgesamt also ein recht spannendes Programm, das sicherlich noch die eine oder andere Überraschung birgt. Ob man sich und dem Jazz im Ruhrgebiet aber mit der Art und Weise der Darstellung einen Gefallen getan hat bleibt abzuwarten. ruhrjazz.net hat zumindest das Programmheft analysiert und interpretiert und die einzelnen Veranstaltungen in die Monatskalender aufgenommen. Wir würden uns freuen, wenn viele Menschen die Veranstaltungen besuchen würden und durch ihre, vielleicht, erste Begegnung, mit dem Jazz Lust auf mehr bekommen. Und natürlich werden wir über die eine oder andere Veranstaltung hier berichten. Aktuelle Informationen findet Ihr auf www.jazzwerkruhr.de